06 June 2026, 14:25

116 Meter Kühlturm in Gelsenkirchen-Scholven mit kontrollierter Sprengung gefallen

Uniper sprengt Kühlturm für wasserstoffbereites Kraftwerk in Scholven

116 Meter Kühlturm in Gelsenkirchen-Scholven mit kontrollierter Sprengung gefallen

Sprengung des Kühlturms im Kraftwerk Gelsenkirchen-Scholven: 116 Meter hoch – kontrolliert zu Boden gegangen

Am 6. September 2025 wurde ein gewaltiger Kühlturm des Kraftwerks Gelsenkirchen-Scholven durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Die 116 Meter hohe Konstruktion stürzte ein, nachdem 60 Kilogramm Sprengstoff präzise platziert worden waren, um einen sicheren Einsturz zu gewährleisten.

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Die Sprengung markiert einen weiteren Schritt bei der Stilllegung des Kohleblocks auf dem Gelände, die im April 2024 begonnen hatte. Um die Umgebung abzusichern, wurde eine 300 Meter große Sicherheitszone eingerichtet, doch Anwohner in der Nähe mussten ihre Häuser nicht verlassen.

Der Energiekonzern Uniper, der das Projekt leitet, wird die zurückbleibenden 11.000 Tonnen Betonschutt recyceln. Das Material soll vor Ort wiederverwendet werden – als Teil der laufenden Umgestaltung des Kraftwerks.

Weitere Abrissarbeiten sind für die kommenden Jahre geplant: 2025 sollen das Kesselhaus F und die REA-Anlage abgerissen werden, 2026 folgen weitere Bauwerke. Auf den freigeräumten Flächen entsteht dann ein neues Gaskraftwerk, das vollständig mit Wasserstoff betrieben werden soll.

Die Sprengung ist Teil eines umfassenden Vorhabens zur Neunutzung des Standorts Gelsenkirchen-Scholven. Uniper plant dort den Bau eines wasserstofftauglichen Gaskraftwerks und vollzieht so den Ausstieg aus der Kohle. Das Projekt passt in die Strategie, die Anlage für eine sauberere Energieerzeugung zu modernisieren.

Quelle