15 May 2026, 22:38

Bergisch Gladbach will die Strunde auf dem Zanders-Gelände renaturieren – doch das Projekt hängt an Millionen-Fördergeldern

Kleiner Bach, der durch ein grünes Feld neben einem Gewässer fließt, mit Bäumen und Pflanzen auf beiden Seiten, Gebäuden im Hintergrund und einem klaren blauen Himmel.

Bergisch Gladbach will die Strunde auf dem Zanders-Gelände renaturieren – doch das Projekt hängt an Millionen-Fördergeldern

Bergisch Gladbach treibt Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem ehemaligen Zanders-Gelände voran. Der Stadtrat hat beschlossen, sich einem Bundesprogramm zur Klimafolgenanpassung anzuschließen, um Fördermittel für das Vorhaben zu sichern. Lokale Politiker setzen sich nun für finanzielle Unterstützung ein, um den unterirdisch verlaufenden Fluss wieder ans Tageslicht zu holen.

Der Stadtrat stimmte kürzlich für die Teilnahme an der Bundesinitiative „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“. Dieser Schritt ermöglicht es Bergisch Gladbach, Zuschüsse zu beantragen, die bis zu 80 Prozent der geschätzten Projektkosten in Höhe von 6,75 Millionen Euro decken. Die verbleibenden Mittel sollen aus den städtischen Rücklagen stammen.

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Der örtliche SPD-Vorsitzende Klaus W. Waldschmidt hat die Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach aufgefordert, sich in Berlin für das Projekt einzusetzen. Andreas Ebert, der stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD, hofft, dass der Haushaltsausschuss des Bundestags die Mittel freigibt. Der offizielle Förderantrag soll Ende 2026 eingereicht werden.

Bei einer Bewilligung würde das Projekt den derzeit unter der Erde verlaufenden Fluss freilegen und naturnah gestalten. Theresia Meinhardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen, ist überzeugt, dass die renaturierte Strunde das Gesicht des Zanders-Areals prägen wird. Die endgültige Entscheidung über die Förderung liegt jedoch beim Bundestag.

Das Gelingen des Vorhabens hängt von der Bewilligung von 5,4 Millionen Euro an Bundesmitteln ab. Bergisch Gladbach wird den Förderantrag im vierten Quartal 2026 einreichen. Nach Abschluss der Arbeiten könnte die wiederbelebte Strunde die Landschaft und Identität des Gebiets nachhaltig verändern.

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