Betrüger täuschen Bußgelder für Balkon-Solaranlagen vor – Bundesnetzagentur warnt
Mirja VollbrechtBetrüger täuschen Bußgelder für Balkon-Solaranlagen vor – Bundesnetzagentur warnt
Besitzer kleiner Balkon-Solaranlagen in Deutschland werden Ziel einer neuen Betrugsmasche. Betrüger verschicken gefälschte Schreiben, in denen sie angeblich nicht angemeldete Anlagen mit Bußgeldern belegen. Die Bundesnetzagentur hat nun offiziell vor der Täuschung gewarnt.
In den betrügerischen Briefen geben sich die Absender als Bundesnetzagentur aus. Den Empfängern wird vorgeworfen, ihre Photovoltaik-(PV)-Kleinanlagen nicht im Marktstammdatenregister registriert zu haben. Die Schreiben fordern die Besitzer auf, ihre Anlagen umgehend anzumelden und einen jährlichen EEG-Bericht vorzulegen.
Darüber hinaus wird eine Zahlung von 41,60 Euro innerhalb von 14 Tagen verlangt – bei Ignorieren drohe ein „volles Bußgeld“ von 208 Euro. Die Behörde weist jedoch auf mehrere Ungereimtheiten hin, darunter falsche Absenderadressen und Telefonnummern, die die Fälschung entlarven.
Laut deutschem Recht müssen Betreiber von Balkon-Solaranlagen ihre Systeme zwar innerhalb eines Monats nach Installation anmelden und einmal jährlich Zählerstände melden, um die Einspeisevergütung zu erhalten. Zwar können Verspätungen tatsächlich zu Strafen führen – doch die Betrüger nutzen diese Pflicht nun aus, um Menschen mit gefälschten Forderungen zu täuschen.
Die Bundesnetzagentur rät Empfängern, die Zahlungsaufforderungen zu ignorieren und Anzeige gegen die unbekannten Täter zu erstatten. Die Masche nutzt die Unsicherheit vieler Verbraucher rund um die Vorschriften für Balkon-Solaranlagen aus. Zwar ist eine offizielle Registrierung Pflicht, doch echte Bußgelder kommen stets aus verifizierten Quellen. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, wachsam zu bleiben und verdächtige Post umgehend zu melden.






