Billie Eilishs Tournee wird zum immersiven 3D-Kinoerlebnis mit James Cameron
Rotraut DöringBillie Eilishs Tournee wird zum immersiven 3D-Kinoerlebnis mit James Cameron
Ein neuer 3D-Konzertfilm hält Billie Eilishs rekordbrechende Tournee fest – jetzt im Kino
Unter dem Titel „Billie Eilish – Hit Me Hard and Soft: The Tour (Live in 3D)“ ist ein ungewöhnliches Projekt entstanden: eine Zusammenarbeit mit Regisseur James Cameron. Trotz seines Versprechens, ihr Name solle im Abspann dominieren, steht sein eigener an erster Stelle.
Der Film dokumentiert Eilishs „Hit Me Hard and Soft“-Tour, bei der alle 106 Shows auf vier Kontinenten ausverkauft waren. Über 1,5 Millionen Fans erlebten die Auftritte, die durch ihren rohen, reduzierten Stil bestachen. Anders als bei typischen Pop-Spektakeln gab es keine Tänzer, aufwendigen Kostüme oder spektakuläre Bühnenwechsel – nur Eilish, ihre Band und eine zutiefst persönliche Atmosphäre.
Cameron brachte seine markante High-Frame-Rate-3D-Technologie ein, die er bereits bei „Avatar: Fire and Ash“ einsetzte. Das Ergebnis ist ein immersives Erlebnis, das die Zuschauer nah an die emotionalen Reaktionen des Publikums heranführt, während sie sich mit Eilishs Texten verbinden. Selbst kleine Details – wie die nicht zusammenpassenden Schuhe ihrer Backgroundsängerinnen – treten in den ultra-scharfen Aufnahmen deutlich hervor.
Filmkritikerin Amy Nicholson bezeichnete den Dokumentarfilm als mehr als nur einen Konzertmitschnitt. Sie nannte ihn eine „epische Coming-of-Age-Geschichte“, die Auftritte mit intimen Momenten verbinde und Eilishs künstlerische Entwicklung zeige.
Neben der Musik steht für Eilish nun auch der Einstieg ins Schauspiel bevor: In Sarah Polleys Verfilmung von „Die Glasglocke“ („The Bell Jar“) wird sie ihr Debüt als Sylvia Plath geben. Der Film befindet sich derzeit in Produktion und markiert ihre erste große Rolle außerhalb der Musik.
Der Konzertfilm bietet Fans die Gelegenheit, die ausverkaufte Tournee mit bisher unerreichter Klarheit noch einmal zu erleben. Cameron-Technologie und Eilishs minimalistischer Ansatz schaffen ein einzigartiges Kinoerlebnis. Gleichzeitig deutet ihr Wechsel zur Schauspielerei auf ein neues Kapitel jenseits der Bühne hin.






