19 April 2026, 14:37

Bio-LNG im Schwerlastverkehr: Ökologisch sinnvoll, aber noch zu teuer für Speditionen

Ein Lastwagen mit grünen Tabakpflanzen beladen, ein Fahrzeug im Hintergrund und eine Straße unten.

Bio-LNG im Schwerlastverkehr: Ökologisch sinnvoll, aber noch zu teuer für Speditionen

Ein 2022 gestartetes Projekt treibt die stärkere Nutzung von Bio-LNG im Schwerlastverkehr voran. Der Kraftstoff, der bereits heute eingesetzt wird, bietet eine nahezu CO₂-neutrale Alternative zu Diesel. Dennoch bleiben trotz der ökologischen Vorteile Kosten- und politische Hürden für Speditionen bestehen.

Die Plattform für nachhaltigen Schwerlastverkehr setzt sich für die beschleunigte Einführung sauberer Kraftstoffe und Antriebe ein. Gleichzeitig arbeitet sie am Ausbau der dafür notwendigen Infrastruktur. Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Mobilität, Wasserstoff und wirtschaftliche Transformation im Transportsektor.

Bio-LNG wird aus zertifizierten europäischen Quellen mit kurzen Lieferketten hergestellt. Seine Infrastruktur ließ sich schnell und mit geringem Aufwand aufbauen – unabhängig von Gas- oder Stromnetzen. Lkw, die mit Bio-LNG betrieben werden, erreichen dieselbe Reichweite und Betankungsgeschwindigkeit wie Diesel-Fahrzeuge und eignen sich damit ideal für den Fernverkehr.

Betreiber sparen mit Bio-LNG derzeit etwa 10 % der Kraftstoffkosten im Vergleich zu Diesel. Allerdings sind die Fahrzeuge selbst im Kauf 10–20 % teurer. Eine weitere Herausforderung ist die gleiche Mautgebühr für Bio-LNG und fossile Brennstoffe, was die Wirtschaftlichkeit für Flotten, die auf grüne Alternativen umsteigen, schmälert.

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Das Projekt wirbt weiterhin für Bio-LNG als praktikable, klimafreundliche Lösung für den Güterverkehr. Zwar wird der Kraftstoff bereits genutzt, doch hohe Fahrzeugpreise und Mautregelungen bremsen die flächendeckende Einführung. Die Initiativen der Plattform zielen darauf ab, diese Hindernisse zu überwinden und den Wandel hin zu einem nachhaltigen Schwerlastverkehr zu unterstützen.

Quelle