Bochum will Taxitarife reformieren – mehr Flexibilität gegen Uber & Co.
Abdul FechnerBochum will Taxitarife reformieren – mehr Flexibilität gegen Uber & Co.
Bochum überprüft seine Taxitarifregeln, um auf die Konkurrenz durch Fahrvermittlungsdienste wie Uber zu reagieren. Die Stadtverwaltung erwägt Änderungen, die flexiblere Preise ermöglichen könnten – ähnlich wie bei den appbasierten Anbietern. Die Debatte entsteht vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen zwischen traditionellen Taxis und digitalen Plattformen über die Preisgestaltung.
Die Freie Demokratische Partei (FDP) treibt die Reformen voran und schlägt vor, dass Taxis niedrigere, verhandelbare Tarife einführen sollten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Parallel läuft ein Gutachten zu einem neuen Preismodell, dessen Ergebnisse nach der Sommerpause erwartet werden.
Im Mittelpunkt der politischen Diskussion in Bochum steht die Frage, wie fairer Wettbewerb gewährleistet werden kann, ohne die traditionellen Taxidienste zu benachteiligen. Bis zum Sommer 2024 strebt die Stadt eine einheitliche Preisobergrenze von 2,50 Euro pro Kilometer an – sowohl für Taxis als auch für Fahrvermittlungs-Apps. Dies unterscheidet sich vom Ansatz in Essen, wo separate Höchstsätze von 2,40 Euro für Taxis und 2,60 Euro für Dienste wie Uber zu Verzögerungen und weiteren Verhandlungen führten.
Die FDP nimmt eine führende Rolle bei der Forderung nach Veränderungen ein. Ihr Vorschlag sieht vor, dass Taxifahrer und Kunden vor Fahrtantritt Festpreise vereinbaren können – ähnlich wie bei Uber. Die Partei könnte zudem einen offiziellen Antrag einreichen, um die Reformen zu beschleunigen.
Um die Entscheidung zu fundieren, hat Bochum eine unabhängige Studie in Auftrag gegeben, die ein überarbeitetes Preismodell untersucht. Die Ergebnisse, die nach der Sommerpause vorliegen sollen, werden die endgültigen Regelungen mitgestalten. Anders als Essen, das für Fahrvermittlungsdienste einen Mindestpreis einführte, konzentriert sich Bochum darauf, gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Anbieter zu schaffen.
Die geplanten Änderungen könnten den Taxibetrieb in Bochum grundlegend verändern und den Fahrern mehr Preisspielraum im Wettbewerb mit digitalen Alternativen bieten. Bei einer Genehmigung würden die neuen Regeln die Tarife für Taxis und Fahrvermittlungs-Apps auf 2,50 Euro pro Kilometer vereinheitlichen. Die endgültige Entscheidung hängt vom Gutachten und weiteren politischen Beratungen nach der Sommerpause ab.






