Bombendrohung im ICE löst Debatte über strengere Bahn-Sicherheit aus
Eine Bombendrohung in einem ICE-Zug in Nordrhein-Westfalen hat am Donnerstag mindestens zwölf Menschen verletzt. Der Vorfall hat neue Forderungen nach verschärften Sicherheitsmaßnahmen im deutschen Hochgeschwindigkeitsnetz ausgelöst. Politiker drängen nun auf strengere Kontrollen, um künftige Bedrohungen zu verhindern.
Stephan Stracke, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und verkehrspolitischer Sprecher der CSU, fordert sofortiges Handeln. Er schlug vor, flughafenähnliche Sicherheitskontrollen in Zügen einzuführen – zunächst an großen Bahnhöfen. Zu seinen Vorschlägen gehören Passagierkontrollen sowie der Zugang zu den Gleisen nur für Fahrgäste mit gültigem Ticket.
Stracke warnte, dass Bahnreisen zunehmend zum Ziel von Bedrohungen würden. Seine Äußerungen folgen dem jüngsten Vorfall, der den Betrieb beeinträchtigte und Bedenken hinsichtlich der Fahrgastsicherheit verstärkte.
Bereits im Januar hatte die Deutsche Bahn einen Notfallplan zur Verbesserung der Sicherheit an Bahnhöfen angekündigt. Dazu gehörten mehr Streifen und ein Ausbau der Videoüberwachung. Doch der Donnerstagsvorfall hat den Druck auf weitere Maßnahmen erhöht.
Die Bombendrohung hat die Debatte über die Sicherheit im Schienenverkehr in Deutschland neu entfacht. Strackes Vorschläge konzentrieren sich auf Zugangskontrollen und Sicherheitschecks an wichtigen Knotenpunkten. Die bisherigen Sicherheitsmaßnahmen der Deutschen Bahn könnten nun einer noch strengeren Prüfung unterzogen werden, während die Behörden nach Wegen suchen, künftige Vorfälle zu verhindern.






