Bundesdruckerei präsentiert revolutionären Geldschein "Stella" in Washington
Eitel TruppBundesdruckerei präsentiert revolutionären Geldschein "Stella" in Washington
Die Bundesdruckerei hat auf einer großen Konferenz in Washington ihren neuesten Konzept-Geldschein Stella vorgestellt. Das Design ist bereits für einen renommierten Branchenpreis nominiert worden und spiegelt die laufenden Bestrebungen wider, die Rolle von Bargeld in einer zunehmend digitalen Wirtschaft neu zu denken.
Der Stella-Geldschein wurde auf der Banknote Conference in Washington präsentiert. Mit seiner kompakt-kreditkartengroßen Form reduziert er den Materialverbrauch, die Produktionszeit und den Energiebedarf. Gedruckt wird die Banknote auf einem Polymersubstrat, das aus nachwachsenden, nicht-fossilen Rohstoffen gewonnen wird.
Elisabeth Limbacher, Leiterin des Bereichs Sicherheitdruck bei der Bundesdruckerei, betonte, dass Bargeld weiterhin unverzichtbar bleibe. Gleichzeitig erforscht das Unternehmen, wie sich Banknoten anpassen könnten, während digitale Zahlungsmethoden an Bedeutung gewinnen. In Deutschland entfallen mittlerweile nur noch 50,5 Prozent der Einzelhandelsumsätze auf Bargeld – ein Wert, der weiter sinkt.
Die International Association of Currency Affairs hat Stella für den Excellence in Currency Award 2026 nominiert. Gleichzeitig äußern Verbraucherschützer Bedenken über die stetig abnehmende Bargeldakzeptanz im Handel.
Das Stella-Konzept verdeutlicht einen Wandel in der Herstellung und Nutzung von physischem Geld. Die kleinere Größe und die nachhaltigen Materialien könnten künftige Standards für Banknoten vorgeben. Die Nominierung für den Preis 2026 unterstreicht den innovativen Ansatz in einem sich verändernden Zahlungsverkehrsumfeld.






