13 June 2026, 18:23

CDU-Spaltung: Härtere Fronten im Umgang mit der AfD

Unionspolitiker warnen vor Abschwächen des Schutzes gegen die AfD

CDU-Spaltung: Härtere Fronten im Umgang mit der AfD

In der CDU haben sich die Spannungen zugespitzt, wie mit der rechtsextremen AfD umgegangen werden soll. Führende Parteimitglieder haben sich deutlich gegen jede Form der Zusammenarbeit mit der Partei ausgesprochen. Ihre Warnungen zeigen tiefe Gräben in Fragen der politischen Strategie und Werte auf.

Karl-Josef Laumann, Arbeitsminister in Nordrhein-Westfalen, erklärte, er werde die CDU verlassen, falls die Partei eine Koalition mit der AfD eingehe oder aktiv mit ihr zusammenarbeite. Er begründet dies damit, dass deren Positionen fundamental mit den christlich-demokratischen Grundsätzen kollidierten. Laumann mahnte zudem, die CDU solle nicht darauf verzichten, Anträge einzubringen, nur weil die AfD sie möglicherweise unterstützen könnte – außer in Minderheitsregierungen.

Herbert Reul, Innenminister des Landes, bezeichnete die AfD und ihre Ideologie als die größte Bedrohung für die Demokratie. Wer die Ablehnung der CDU gegenüber der AfD abschwäche, werde seine Unterstützung verlieren, fügte er hinzu. Laumann verwies auf Thüringen und Sachsen, wo demokratische Parteien die AfD bisher von der Macht fernhalten konnten.

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Auch andere CDU-Vertreter teilten diese Bedenken. Dennis Thering, Landesvorsitzender der Hamburger CDU, warnte, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD erhebliche Unruhen in der Partei auslösen würde. Dennis Radtke, Chef der CDU-Arbeitnehmergruppe, prognostizierte, ein solcher Schritt würde die Union in mindestens zwei Lager spalten. Laumann lehnte zudem ab, die strikte Brandmauer der CDU gegenüber der AfD durch eine flexiblere Politik mit roten Linien zu ersetzen.

Die CDU bleibt in ihrer Haltung zur AfD gespalten. Wichtige Mitglieder bestehen darauf, klare Distanz zur Partei zu wahren. Ihre Aussagen unterstreichen das Bekenntnis zu demokratischen Werten und zur inneren Einheit der Partei.

Quelle