Circular Valley Forum zeigt bahnbrechende Recycling-Lösungen für die Kreislaufwirtschaft
Mirja VollbrechtCircular Valley Forum zeigt bahnbrechende Recycling-Lösungen für die Kreislaufwirtschaft
Circular Valley Forum versammelt 1.200 Expert:innen in Wuppertal
Am 14. November 2023 kommt das Circular Valley Forum in Wuppertal zusammen und bringt 1.200 Fachleute aus aller Welt an einen Tisch. Unter dem Motto "Grenzüberschreitende und branchenweite Lösungen" diskutieren Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, wie Wertschöpfungsketten optimiert und Materialkreisläufe geschlossen werden können.
Ein Höhepunkt der Veranstaltung ist die Vorstellung des ersten lebensmittelsicheren Recycling-Polypropylens, das den EU-Standards entspricht. Entwickelt von Prevented Ocean Plastic und Industriepartnern, soll das Material erdölbasierte Verpackungen ersetzen. Erste Unternehmen wie Innovia Films und Spectra Packaging haben bereits damit begonnen, es in ihre Produktion zu integrieren.
Internationale Start-ups präsentieren zudem innovative Technologien für kreislauffähige Verpackungslösungen. Firmen wie Mycelium Materials, Notpla, Biofase und Sulapac stellen pflanzenbasierte oder biologisch abbaubare Alternativen vor. Mycelium Materials nutzt etwa Pilzwurzeln für Verpackungen, während Notpla essbare Folien aus Algen herstellt. Diese Ansätze unterscheiden sich von Lösungen wie dem biobasierten PE von Subeco, das Erdölplastik durch mikrobiell erzeugte Polymere ersetzt, oder den Abfall-zu-Ressourcen-Systemen von Paques.
Subeco und Paques kündigen zudem eine gemeinsame Initiative für PHA-basierte Barrierebeschichtungen an. Ziel der Kooperation ist es, vollständig biologisch abbaubare Verpackungen ohne fossile Rohstoffe zu entwickeln. Gleichzeitig diskutieren Vertreter:innen aus Industrie und Mittelstand, wie sich diese Innovationen grenzüberschreitend in die Breite tragen lassen.
Das Forum will den Wandel hin zu vollständig kreislauffähigen, biologisch abbaubaren Verpackungen beschleunigen. Mit neuen Materialien und branchenübergreifenden Partnerschaften streben die Organisator:innen an, die Abhängigkeit von fossilen Ressourcen zu verringern. Über 1.200 Teilnehmer:innen werden bewerten, wie sich diese Lösungen weltweit umsetzen lassen.






