Deutsche Glasfaser stoppt Ausbau in Elmpt – trotz Vorverträgen und lokalem Einsatz
Abdul FechnerDeutsche Glasfaser stoppt Ausbau in Elmpt – trotz Vorverträgen und lokalem Einsatz
Deutsche Glasfaser verzichtet auf Glasfaserausbau im Niederkrüchtener Ortsteil Elmpt
Das Unternehmen Deutsche Glasfaser hat Anfang 2025 bestätigt, dass es seinen geplanten Glasfaserausbau im Niederkrüchtener Ortsteil Elmpt nicht umsetzen wird. Diese Entscheidung fiel nach Abschluss des Nachfragebündelungsverfahrens. Lokale Politiker und Ehrenamtliche hatten sich zuvor für die Realisierung des Projekts eingesetzt.
Die Gemeinde Niederkrüchten hatte in der Vergangenheit auf öffentliche Fördermittel gesetzt, um den Glasfaserausbau voranzutreiben. Bisherige Maßnahmen konzentrierten sich dabei auf die Verbesserung von Verbindungen mit geringer Bandbreite. Der Ausbau in Elmpt hingegen sollte rein privatwirtschaftlich – also ohne staatliche Unterstützung – erfolgen.
Deutsche Glasfaser hatte zunächst genug Vorverträge von Kunden in Elmpt gesammelt, um das Projekt zu rechtfertigen. Spätere wirtschaftliche Bewertungen offenbarten jedoch erhebliche Hindernisse. Steigende Kosten und Ressourcenengpässe bei deutschen Netzbetreibern spielten eine entscheidende Rolle für die endgültige Absage.
Trotz des Rückschlags verfügt der Großteil Niederkrüchtens bereits über eine gute Internetversorgung: Rund 96 Prozent der Haushalte können Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 Mbit/s nutzen, über 98 Prozent haben mindestens 100 Mbit/s zur Verfügung. Die Bürgermeisterin sowie lokale Initiativen hatten sich dennoch für weitere Verbesserungen in Elmpt starkgemacht.
Deutsche Glasfaser teilte mit, dass Niederkrüchten vorerst – mindestens bis Ende 2027 – nicht in den Ausbauplänen des Unternehmens berücksichtigt wird. Anwohner mit Fragen zum Projekt oder zu bestehenden Verträgen wurden aufgefordert, sich direkt an das Unternehmen zu wenden. Die Entscheidung unterstreicht die wachsenden finanziellen Herausforderungen, vor denen private Netzbetreiber in Deutschland stehen.
