30 April 2026, 12:42

Dortmunder Forscher revolutionieren Batteriespeicher mit extrem hoher Spannung

Diagramm, das eine Batterie mit einem Voltmeter zeigt, einem Gerät zum Messen der Spannung, mit begleitendem Text.

Dortmunder Forscher revolutionieren Batteriespeicher mit extrem hoher Spannung

Ein Forschungsteam der Fachhochschule Dortmund hat eine neue Methode entwickelt, um die Effizienz von Batteriespeichern deutlich zu steigern. Durch eine Erhöhung der Spannung auf das Zehnfache oder mehr wollen die Wissenschaftler Energieverluste verringern und den Kühlbedarf senken. Das Projekt mit dem Namen KV BATT beantragt derzeit ein europäisches Patent für diesen innovativen Ansatz.

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Das Problem bei großen Batteriesystemen liegt in ihrer niedrigen Spannung. Diese führt zu hohen Strömen und Widerständen, wodurch Energie unnötig verlorengeht. Professor Martin Kiel und sein Team schlagen vor, die Spannung auf Werte zwischen 10.000 und 20.000 Volt anzuheben – ein Vielfaches des aktuellen Standards von 1.000 Volt.

Höhere Spannungen reduzieren die Widerstände, was weniger Wärmeentwicklung und einen geringeren Kühlbedarf zur Folge hat. Gleichzeitig sinkt der interne Energieverbrauch, sodass das gesamte System effizienter arbeitet. Die Forscher haben bereits eine modulare Hochspannungsbatterie in ihrem Labor gebaut und erfolgreich getestet. Das Design ist kompakt und benötigt kaum Wartung.

Ein Praxistest ist in Ense in Deutschland geplant, wo die Wissenschaftler ein herkömmliches 1.000-Volt-System mit ihrem Hochspannungsmodell vergleichen werden. Die Hochschule geht davon aus, dass diese Methode eine "kleine Revolution" in der Batteriespeicherung auslösen könnte. Das Team ist überzeugt, dass die Ergebnisse weitreichende Auswirkungen auf zukünftige Energiespeichersysteme haben werden.

Der Patentantrag für das Projekt wird derzeit geprüft. Bei Erfolg könnte die Technologie die Funktionsweise großtechnischer Batteriesysteme grundlegend verändern. Der nächste Schritt besteht darin, ihre Wirksamkeit im realen Testlabor in Ense unter Beweis zu stellen.

Quelle