23 May 2026, 00:44

Europas größte Batterie-Recyclinganlage entsteht in Dormagen bis 2027

cylib sichert €26,1 Millionen EU-Förderung für Recyclinganlage für Batterien

Europas größte Batterie-Recyclinganlage entsteht in Dormagen bis 2027

In Dormagen entsteht eine neue Recyclinganlage für Lithium-Ionen-Batterien, die mit 26,1 Millionen Euro aus EU-Mitteln gefördert wird. Die Anlage, deren Inbetriebnahme für 2027 geplant ist, soll bis zu 140.000 Elektroauto-Batterien pro Jahr verarbeiten. Damit wird ein wichtiger Schritt zur Sicherung der europäischen Versorgung mit kritischen Rohstoffen unternommen.

Die im CHEMPARK Dormagen angesiedelte Anlage wird zu einer der größten Batterie-Recyclingstätten Europas. Jährlich können dort 60.000 Tonnen Altbatterien oder 20.000 Tonnen Schwarzmasse verarbeitet werden. Mithilfe des OLiC-Verfahrens werden über 90 Prozent der Materialien wie Lithium, Kobalt und Nickel zurückgewonnen – bei gleichzeitig 80 Prozent geringeren CO₂-Emissionen im Vergleich zum Bergbau.

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Das Projekt wird über das Programm „Produktiv.NRW“ finanziert, das von der EU im Rahmen der EFRE/JTF-Initiative unterstützt wird. Das Unternehmen cylib, das hinter der Anlage steht, wird die 26,1 Millionen Euro für den Abschluss der ersten Bauphase nutzen. Dr. Lilian Schwich, Mitgründerin und Co-Geschäftsführerin von cylib, dankte dem Land Nordrhein-Westfalen und der EU für die Förderung.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen steigt auch der Bedarf Europas an Batterierohstoffen. Die neue Anlage wird dazu beitragen, die Abhängigkeit von Importen zu verringern und die Versorgungssicherheit zu stärken. Die Technologie zeigt, wie fortschrittliches Recycling gleichzeitig Nachhaltigkeits- und Industrieziele erfüllen kann.

Ab 2027 wird das Werk in Dormagen den Betrieb aufnehmen und jährlich tausende Tonnen Altbatterien verarbeiten. Im Vergleich zu herkömmlichen Methoden werden kritische Rohstoffe effizienter zurückgewonnen – bei deutlich reduzierten Emissionen. Das Projekt steht im Einklang mit Europas Bestrebungen nach einer Kreislaufwirtschaft und größerer Unabhängigkeit bei der Rohstoffversorgung.

Quelle