Gänseimporte aus Polen dominieren NRW – doch die Preise explodieren vor dem Martinstag
Abdul FechnerHöhere Geflügelpreise vor dem St. Martins-Tag - Gänseimporte aus Polen dominieren NRW – doch die Preise explodieren vor dem Martinstag
Nordrhein-Westfalen importierte 2022 rund 657 Tonnen ganze Gänse aus Polen – fast alle Lieferungen stammten aus dem Nachbarland. Der Gesamtwert dieser Importe belief sich auf 1,9 Millionen Euro, wobei tiefgekühlte Gänse den Markt dominierten. Unterdessen haben sich die Geflügelpreise in der Region in den vergangenen zwei Jahren stark verändert, mit deutlichen Steigerungen vor dem bevorstehenden Martinstag.
Im Jahr 2022 deckte Polen 99 Prozent aller Gänseimporte nach Nordrhein-Westfalen ab. Der überwiegende Teil der Tiere traf gefroren ein, was auf die hohe Nachfrage nach haltbarem Geflügel hindeutet. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Verbraucherpreise für Geflügel insgesamt um 1,6 Prozent, während frisches Geflügel sogar 2,1 Prozent günstiger wurde.
Doch der Trend hat sich seitdem umgekehrt: Bis Oktober 2023 stiegen die Preise für frisches Geflügel um 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Geflügelfleisch insgesamt verteuerte sich um 7,8 Prozent. Die Preisanstiege fallen in eine Phase, in der sich die Region auf den Martinstag vorbereitet – ein traditionelles Fest, bei dem gebratene Gans ein fester Bestandteil des Menüs ist.
Trotz der derzeitigen Markstabilität bleibt die Lage ungewiss. Branchenexperten sind uneins, ob die Geflügelpest in diesem Jahr die Versorgung mit Gänsen und Enten beeinträchtigen wird. Händler und Verbraucher beobachten die Entwicklung daher mit Spannung.
Die aktuellen Zahlen zeigen einen deutlichen Preisanstieg bei Geflügel im Jahr 2023. Nordrhein-Westfalens starke Abhängigkeit von polnischen Gänseimporten besteht weiter, doch mögliche Lieferengpässe durch die Vogelgrippe könnten die Verfügbarkeit beeinflussen. Bereits jetzt prägen höhere Preise den Markt, während die Nachfrage vor den saisonalen Feierlichkeiten steigt.






