Gericht wehrt Klage gegen Windpark ab – Drachenflieger müssen Turbulenzen akzeptieren
Eitel TruppDrachen- und Gleitschirmclub scheitert mit Notantrag gegen neue Windräder - Gericht wehrt Klage gegen Windpark ab – Drachenflieger müssen Turbulenzen akzeptieren
Ein Drachen- und Gleitschirmflugverein in Nordrhein-Westfalen ist mit dem Versuch gescheitert, den Bau eines nahegelegenen Windparks zu stoppen, nachdem ein Gericht seinen Antrag auf einstweilige Verfügung abgelehnt hat. Das Oberverwaltungsgericht Münster urteilte, dass die geplanten Windkraftanlagen keine existenzbedrohende Gefahr für den Betrieb des Vereins darstellen. Der Verein mit fast 800 Mitgliedern und rund 1.000 Starts pro Jahr hatte argumentiert, der Windpark würde erhebliche Sicherheitsrisiken mit sich bringen.
Der Verein, der eines der meistfrequentierten Fluggelände der Region betreibt, wollte den Bau des Windparks in einer ausgewiesenen Windenergiezone verhindern. Seine Klage stützte sich auf die Behauptung, dass Turbulenzen durch die Anlagen Flüge gefährden und schwere Einschränkungen für die Aktivitäten des Vereins bedeuten würden.
Das Gericht prüfte die Beweise und fand keine Hinweise darauf, dass bei höheren Windgeschwindigkeiten gefährliche Turbulenzen entstehen würden. Zudem stellte es fest, dass Flüge bei Windgeschwindigkeiten unter 20 km/h sicher fortgesetzt werden könnten – ein Wert, der deutlich unter den bereits geltenden Sicherheitsgrenzen des Vereins liegt. Bisher sind Starts bereits bei Windgeschwindigkeiten über 30 km/h untersagt, unabhängig vom Windpark.
In seiner Begründung betonte das Gericht, dass der Verein im Genehmigungsverfahren für den Windpark ordnungsgemäß angehört worden sei. Die Richter kamen zu dem Schluss, dass das Projekt den Verein weder zur Schließung zwingen noch seine Aktivitäten grundlegend verändern werde.
Das Urteil ebnet den Weg für die Errichtung des Windparks in der ausgewiesenen Energiezone. Der Verein muss seine Aktivitäten nun unter denselben windbedingten Einschränkungen wie bisher fortsetzen. Rechtliche Hindernisse für das Projekt bestehen nicht mehr.






