"Hast du gepupst?"-Tag: Warum Deutschland heute Furzen feiert
Jedes Jahr am 5. Februar begeht Deutschland den "Hast du gepupst?"-Tag – eine humorvolle Feier der Blähungen als natürliche Körperfunktion. Die Aktion ermutigt die Menschen, einen oft mit Scham oder Schweigen belegten Vorgang gelassener zu sehen. Hinter dem Scherz verbirgt sich eine einfache Botschaft: Furzen ist normal, und man muss sich nicht dafür verstecken.
Die Tradition begann 2006, als der deutsche Illustrator und Karikaturist Bastian Melnyk den Tag als spielerische Hommage an die menschliche Biologie ins Leben rief. Zwar sind die Ursprünge klar, doch das Datum fällt zugleich mit dem amerikanischen "National Fart Day" zusammen – wie und warum die US-Version entstand, ist jedoch kaum bekannt.
Sogar in Kultur und Folklore hat das Thema Furzen Spuren hinterlassen. Die französische Ethnologin Elsa Gómez-Imbert dokumentierte einen Mythos der Tatuyo, eines indigenen Volkes in Kolumbien, in dem ein Mann durch eine zufällige Windbegegnung mit dem "Geist des Waldes" versehentlich Ton erschafft – jenes Material, das später für Töpferwaren genutzt wurde. Die Geschichte zeigt, wie etwas Alltägliches wie ein Furz seinen Weg in die Geschichtsschreibung finden kann.
Berufliche Furzer haben aus der Körperfunktion eine Kunstform gemacht. Einer der bekanntesten ist der britische Künstler "Mr. Methane" (mit bürgerlichem Namen Paul Oldfield), der mit seinen musikalischen Furz-Darbietungen berühmt wurde. Seine Shows verbinden Comedy mit einer ungewöhnlichen, aber durchtrainierten Fähigkeit, die ihm eine treue Fangemeinde eingebracht hat.
Von uralten Mythen bis hin zu modernem Humor rückt der "Hast du gepupst?"-Tag** etwas Universelles ins Rampenlicht: eine natürliche, wenn auch manchmal peinliche Körperfunktion. Der Tag sorgt nicht nur für Lacher – er erinnert auch daran, dass wir uns für solche Dinge nicht schämen müssen. Ob in Sagen, auf der Bühne oder im lockeren Gespräch: An diesem Tag wird das Thema offen und ohne Scheu behandelt.






