Hemadlenz-Fest in Dorfen bricht alle Besucherrekorde mit 4.500 Gästen
Eitel TruppHemadlenz-Fest in Dorfen bricht alle Besucherrekorde mit 4.500 Gästen
Dorfens Hemadlenz-Fest lockte größte Besuchermenge aller Zeiten
Bei strahlendem Sonnenschein trotzte das Hemadlenz-Fest in Dorfen den zuvor angekündigten Regenwarnungen und verzeichnete seinen größten Besucherandrang. Rund 4.500 Feiernde füllten die Straßen – die bestbesuchte Veranstaltung des Städtchens seit Jahren. Schulen und Geschäfte blieben geschlossen, während Einheimische und Gäste gleichermaßen der geliebten Tradition beiwohnten.
Den Auftakt der Feierlichkeiten bildete das königliche Paar, Prinzessin Nicole I. und Prinz Bernhard I., das aus seiner Kammer am Unteren Tor trat. Sie mischten sich unter die Menge, die sich unter dem Balkon des Rathauses versammelt hatte – gemeinsam mit Bürgermeister Heinz Grundner und Sabine Kuliga-Lenffer, der Präsidentin der Karnevalsgesellschaft.
Die Sicherheitsvorkehrungen waren strenger als sonst: Über 5.000 Euro wurden in Maßnahmen wie Straßensperren und private Sicherheitskräfte investiert. Dennoch blieb die Stimmung ausgelassen, als Außenstehende – darunter eine Gruppe aus Eggenfelden und ein Spanier, der einen Freund besuchte – sich mit den Einheimischen vermischten, um das Hemadlenz-Spektakel mitzuerleben.
Gegen 14:30 Uhr erreichte der offizielle Umzug seinen Höhepunkt am Marienplatz. Dort wurde die Hemadlenz-Puppe angezündet; ihr Abbrennen symbolisierte das Ende des Winters. Die Gruppe aus Armstorf, ein langjähriger Bestandteil des Festes, bereicherte die Feierlichkeiten mit Ständchen für die Nonnen im Kloster Armstorf und die Familie Prade in Oberhausmehring.
Das Fest erinnerte an andere bayerische Bräuche, bei denen Strohfiguren wie der Wilde Mann oder die Perchten während der Faschingsumzüge verbrannt werden. Allen gemeinsam ist das Ziel: den Winter mit Feuer, Musik und Gemeinschaftsgeist zu vertreiben.
Die Veranstaltung endete ohne Zwischenfälle und hinterließ eine Stadt, die vor Energie summte. Die Rekordbesucherzahlen und die reibungslose Organisation festigten den Hemadlenz als Dorfens kostbarste Tradition. Mit dem winterlichen Abschiedsritual richtet sich der Blick nun auf die Feierlichkeiten des nächsten Jahres.
Wurzeln der Dorfener Hemadlenz-Tradition: Ein Jahrhundertaltes Erbe
Die Hemadlenz-Tradition in Dorfen hat ihre Ursprünge vor der Gründung der Karnevalsgesellschaft im Jahr 1899. In der Mitte des 20. Jahrhunderts reformierte Franz Anneser das Puppenverbrennungsritual als winterliches Symbol. Wichtige historische Stimmen bestätigen seine Authentizität:
- Reinhold Kuliga merkte an, "Die Hemadlenzen waren schon immer ein Teil von Dorfen und wurden von Figuren wie Anneser und Goggi Thalmeier weitergegeben."
- Bürgermeister Josef Sterr acknowledged, "Während einige Elemente weiterentwickelt wurden, bleibt das Ritual tief in unserer Region verwurzelt."





