Henkel kämpft mit explodierenden Materialkosten – drohen 2026 Preiserhöhungen für Verbraucher?
Eitel TruppHenkel kämpft mit explodierenden Materialkosten – drohen 2026 Preiserhöhungen für Verbraucher?
Henkel sieht sich mit steigenden Materialkosten konfrontiert, die dem Konzern bereits zusätzliche Ausgaben in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro beschert haben. Das Unternehmen hat zwar im Industriegeschäft die Preise angehoben, zeigt sich aber zurückhaltend, die höheren Kosten an die Verbraucher weiterzugeben. Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel warnt, dass im Jahr 2026 weitere Preiserhöhungen drohen könnten, falls der Kostendruck anhält.
Die Materialausgaben von Henkel sind um einen hohen einstelligen Prozentsatz gestiegen, was das Unternehmen zwischen 400 und 500 Millionen Euro kostet. Um dies auszugleichen, hat der Konzern begonnen, Lieferantenverträge neu zu verhandeln und die Marktpreise anzupassen. In Teilen des Klebstoffgeschäfts sind erste Preisanpassungen bereits in Kraft getreten.
Bisher verzichtet Henkel auf flächendeckende Preiserhöhungen für Verbraucher. Stattdessen setzt das Unternehmen auf selektive Anpassungen, die an die Einführung neuer Produkte geknüpft sind. Dennoch schließt CEO Carsten Knobel weitere Erhöhungen für das kommende Jahr nicht aus, sollte der Kostendruck bestehen bleiben.
Da die künftigen Ausgaben unsicher sind, kann Henkel noch keine klare Finanzprognose abgeben. Angesichts der ohnehin bereits belasteten Haushaltsbudgets der Verbraucher balanciert das Unternehmen zwischen Kostenmanagement und Marktsensibilität.
Während die Industriesparte von Henkel bereits Preisanpassungen vorgenommen hat, geht der Konsumentenbereich behutsam vor. Sollten die Kosten weiter steigen, könnten 2026 auch hier weitere Preiserhöhungen für Verbraucher folgen. Das Unternehmen beobachtet die Entwicklung weiterhin genau.






