07 May 2026, 18:30

IW fordert stärkere EU-Handelsbeziehungen mit den Golfstaaten trotz Nahost-Krise

Liniengraph, der die US-Öl/Petroleumproduktion, -importe und -exporte über die Zeit zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

IW fordert stärkere EU-Handelsbeziehungen mit den Golfstaaten trotz Nahost-Krise

Das Deutsche Wirtschaftsinstitut (IW) drängt die EU, die Handelsbeziehungen zu den Golfstaaten auszubauen. Trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten argumentiert das IW, dass engere wirtschaftliche Verbindungen beiden Regionen nutzen würden. Ein vorgeschlagenes Handelsabkommen könnte den Wiederaufbau der Energieinfrastruktur vorantreiben und die deutschen Exporte stärken.

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Der Anteil der EU an den Importen der Golfstaaten ist in den vergangenen 20 Jahren deutlich gesunken. Im Jahr 2004 stammten noch 26 Prozent der Einfuhren der Region aus Europa, doch bis 2024 war dieser Wert auf nur noch 18 Prozent gefallen. Die jüngsten deutschen Exporte in die Golfregion konzentrierten sich auf Autos, Pharmazeutika und Maschinenbau – Branchen, in denen Deutschland weiterhin wettbewerbsfähig ist.

Das IW sieht hier eine zentrale Chance für deutsche Unternehmen. Durch den Krieg im Nahen Osten wurde die Energieinfrastruktur schwer beschädigt, und in den kommenden Jahren werden umfangreiche Reparaturen nötig sein. Deutsche Maschinen- und Anlagenbauer könnten bei diesen Projekten eine Schlüsselrolle übernehmen.

Im Gegenzug könnte die EU wertvolle Importe aus den Golfstaaten sichern. Zu den Produkten, die im Rahmen eines neuen Handelsabkommens nach Europa fließen könnten, zählen unter anderem kohlenstoffarmer Stahl und günstigerer Wasserstoff.

Ein Handelsabkommen zwischen der EU und den Golfstaaten würde deutschen Exporteuren neue Märkte eröffnen. Gleichzeitig verschaffte es Europa Zugang zu wichtigen Rohstoffen wie Wasserstoff und Stahl. Das IW wirbt dafür, die wirtschaftliche Zusammenarbeit in einen langfristigen Vorteil für beide Seiten zu verwandeln.

Quelle