Jäger im Kreis Herford müssen mit längeren Wartezeiten für Jagdscheine rechnen
Eitel TruppJäger im Kreis Herford müssen mit längeren Wartezeiten für Jagdscheine rechnen
Jäger im Kreis Herford müssen künftig mit längeren Wartezeiten für die Verlängerung oder Neubeantragung von Jagdscheinen rechnen. Durch Änderungen im Bundesrecht sind zusätzliche Prüfschritte hinzugekommen, die den Prozess verlangsamen – was früher nur wenige Tage dauerte, zieht sich nun deutlich in die Länge. Die zuständige Jagdbehörde des Kreises hat ihre Hinweise für Antragsteller entsprechend angepasst.
Noch bis 2022 wurde ein Jagdschein im Kreis Herford bei Vorliegen aller Unterlagen innerhalb weniger Tage bearbeitet. Doch das Gesetz zur Verbesserung der inneren Sicherheit und des Asylsystems führte strengere Regelungen ein und änderte sowohl das Waffengesetz als auch das Bundesjagdgesetz. Seitdem muss die Kreisjagdbehörde vor einer Genehmigung die örtliche Polizei, das Zollkriminalamt sowie frühere Polizeibehörden, die mit einem Antragsteller in Verbindung stehen, konsultieren.
Auch das Bundesinnenministerium hat die Verfahren verschärft: Die erweiterten Zuverlässigkeitsprüfungen im Rahmen der Hintergrundchecks verlängern die Bearbeitungszeiten erheblich. Trotz der Verzögerungen entfällt mittlerweile die Vorlage eines Nachweises über die Jagd-Haftpflichtversicherung bei der Antragstellung.
Der Kreis Herford bearbeitet jährlich bis zu 500 Jagdscheine; aktuell sind rund 2.400 Jäger in der Region gemeldet. Um Verzögerungen im letzten Moment zu vermeiden, empfiehlt die Behörde nun, Anträge auf Verlängerung ab dem 1. Dezember 2025 einzureichen, wenn der Schein am 31. März 2026 abläuft. Sämtliche Anträge müssen über das Online-Portal des Kreises unter dem Menüpunkt "Öffentliche Ordnung und Einbürgerung" gestellt werden.
Offizielle Zahlen zu den im Jahr 2024 unter den neuen Regelungen ausgestellten oder verlängerten Jagdscheinen liegen noch nicht vor. Wer genaue Daten benötigt, kann sich direkt an die Kreisverwaltung Herford oder den Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen wenden.
Die neuen Anforderungen bedeuten für Jäger, dass sie ihre Antragstellung für die Verlängerung des Jagdscheins deutlich früher planen müssen. Durch die erweiterten Prüfungen und längeren Bearbeitungszeiten lässt sich so verhindern, dass es zu Unterbrechungen kommt. Der Kreis bearbeitet zwar weiterhin bis zu 500 Anträge pro Jahr, doch Verzögerungen sind nun Teil des überarbeiteten Systems.






