21 April 2026, 08:29

Klinikum Solingen unter Druck: Tarifvertrag für Servicekräfte bis Oktober gefordert

Plakat zeigt britischen Granitarbeiter vor Berg- und Baumkulisse und setzt sich für faire Löhne ein, betont aber die Bedeutung von Arbeit.

Klinikum Solingen unter Druck: Tarifvertrag für Servicekräfte bis Oktober gefordert

Der politische Druck auf das Klinikum Solingen wächst, die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten seiner Servicegesellschaft zu verbessern. Sowohl die SPD als auch das Bündnis für Solingen (BfS) fordern zügig einen Tarifvertrag mit der Gewerkschaft ver.di. Sie argumentieren, dass die Ausgliederung zu ungerechten Arbeitsbedingungen und niedrigeren Löhnen für essenzielles Personal geführt habe.

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Die Servicegesellschaft war 2023 als Reaktion auf die finanzielle Belastung im Krankenhaussektor gegründet worden. Die SPD erkennt an, dass der Schritt durch Haushaltszwänge motiviert war, besteht jedoch darauf, dass nun ein ordnungsgemäßer Tarifvertrag ausgehandelt werden müsse. Horst Koss, SPD-Vertreter im Aufsichtsrat, fordert Verhandlungen mit einer DGB-nahen Gewerkschaft, um faire Konditionen – einschließlich betrieblicher Altersvorsorge – zu sichern.

Das BfS übt schärfere Kritik und bezeichnet die Ausgliederung als Fehler. Stadtrat Martin Bender betont, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch innerhalb der bestehenden Struktur fair behandelt werden müssten. Seine Kollegen Patrick Hinck und Jan-Michael Lange heben ebenfalls die unverzichtbare Rolle des Servicepersonals hervor und verurteilen die entstandene Zweiklassengesellschaft unter den Beschäftigten.

Beide Parteien sind sich einig, dass eine hausinterne Regelung dringend notwendig ist. Die SPD verlangt vom Oberbürgermeister, die Krankenhausleitung anzuweisen, die Verhandlungen bis zum 1. Oktober abzuschließen. Das BfS setzt sich unterdessen weiter für faire Löhne, sichere Rentenansprüche und verlässliche Arbeitsbedingungen für alle betroffenen Beschäftigten ein.

Das Klinikum steht nun vor der Forderung, Lohnungleichheiten und Arbeitsplatzsicherheit für die Mitarbeiter der Servicegesellschaft zu regeln. Ein Tarifvertrag mit ver.di bleibt die zentrale Forderung – SPD und BfS sind sich in der Dringlichkeit einig. Die Frist bis zum 1. Oktober rückt näher, während die Verhandlungen andauern.

Quelle