27 April 2026, 08:33

Kölnerin täuscht Entführung vor – um 5.000 Euro von Ehemann zu erpressen

Eine Papierillustration, die verängstigte Menschen in verschiedenen Zuständen von Angst und Verwirrung zeigt, begleitet von einer fett gedruckten Textnachricht über die Gefahren der Rechtsverfolgung.

Prozess: Frau simuliert ihre eigene Entführung beim Ehemann - Kölnerin täuscht Entführung vor – um 5.000 Euro von Ehemann zu erpressen

Frau aus Köln inszenierte eigene Entführung, um Geld von Ehemann zu erpressen

Eine Frau aus Köln täuschte ihre eigene Entführung vor, um von ihrem Mann Geld zu erpressen. Später gestand sie die Täuschung und gab an, finanzielle Not und psychische Probleme hätten sie zu der Tat getrieben. Der Fall wurde kürzlich vor Gericht mit einer Bewährungsstrafe abgeschlossen.

Der Vorfall begann, als die Frau ihrem Mann über WhatsApp Nachrichten schickte, in denen sie vorgab, von Entführern festgehalten zu werden. Die Botschaften forderten 5.000 Euro für ihre sichere Rückkehr. Aus Sorge um ihr Leben überwies der Ehemann das Geld und alarmierte sofort die Polizei.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Beamten leiteten eine groß angelegte Ermittlung ein, werteten Telefonprotokolle aus und organisierten eine umfangreiche Suchaktion. Die Frau wurde später in der Nähe des Kölner Doms aufgefunden und behauptete, sie sei ihren Entführern entkommen. Doch die Ermittler zweifelten schnell an ihrer Schilderung.

Während der Vernehmung räumte sie ein, die Entführung vorgetäuscht zu haben. Sie nannte Schulden in Höhe von 20.000 Euro, die durch Spielsucht und exzessive Einkäufe entstanden seien, sowie eine schwere Depression als Gründe. Vor Gericht wurde bekannt, dass ihr Mann ihr vergeben und sogar ihre ausstehenden Schulden beglichen hatte.

Das Landgericht Köln verurteilte sie zu einer Bewährungsstrafe von 14 Monaten wegen Erpressung durch Drohung und Vortäuschung einer Straftat. Nach dem Urteil wurde sie kurzzeitig in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht und befindet sich nun in Therapie.

Die Frau entging zwar einer Haftstrafe, muss sich aber im Rahmen ihrer Bewährung weiter in Behandlung begeben. Die Entscheidung ihres Mannes, ihre Schulden zu übernehmen und ihre Genesung zu unterstützen, beendete das juristische Verfahren. Der Fall zeigt die dramatischen Folgen finanzieller Verzweiflung und unbehandelter psychischer Erkrankungen.

Quelle