Meerbusch erhält Note 2,41 als Wirtschaftsstandort – wo es hakt und was gut läuft
Eitel TruppMeerbusch erhält Note 2,41 als Wirtschaftsstandort – wo es hakt und was gut läuft
Eine aktuelle Unternehmensbefragung hat Meerbusch die Note 2,41 bescheinigt – was in etwa einer "B-minus"-Bewertung entspricht – für seine Attraktivität als Wirtschaftsstandort. Die alle fünf Jahre durchgeführte Erhebung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein basiert auf Rückmeldungen von rund 130 ortsansässigen Unternehmen mit insgesamt etwa 3.100 Beschäftigten. Zwar schnitt die Stadt in einigen Bereichen gut ab, doch die Betriebe wiesen auf die Notwendigkeit hin, die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung zügiger voranzutreiben.
Laut der jüngsten IHK-Analyse zeigt sich Meerbusch in zentralen Wirtschaftsbereichen gut aufgestellt. Die kaufkraftrelevante Einzelhandelsstärke liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt, und die Arbeitslosenquote für 2024 beträgt 5,3 Prozent – und damit weniger als im Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen (NRW) sowie im Kreisschnitt. Die beste Bewertung (1,98) erhielt die Stadt in der Kategorie "Erreichbarkeit", was auf eine gute Verkehrsanbindung hindeutet.
Die Unternehmen machten jedoch Defizite bei der digitalen Infrastruktur aus. Viele Befragte forderten Fortschritte bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung. Bürgermeister Christian Bommers nahm diese Kritik auf und begrüßte die IHK-Ergebnisse. Gleichzeitig betonte er die Dringlichkeit, die digitalen Reformen zu beschleunigen.
Die Umfrage offenbart zudem einen deutlichen Anstieg der Beschäftigtenzahlen. Zum 30. Juni 2024 zählte Meerbusch 14.093 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte – ein Plus von 52,4 Prozent seit 1999. Trotz dieses Wachstums mahnte die IHK an, dringend neue Gewerbeflächen zu erschließen, um die wirtschaftliche Expansion langfristig zu sichern.
Die aktuelle Wirtschaftsstudie zu Meerbusch zeigt sowohl Stärken als auch Herausforderungen auf. Während die Stadt mit hoher Kaufkraft, niedriger Arbeitslosigkeit und einer wachsenden Belegschaft punkten kann, gibt es gleichzeitig Forderungen nach besseren digitalen Dienstleistungen und mehr Gewerbeflächen. Die lokalen Verantwortlichen stehen nun vor der Aufgabe, diese Prioritäten anzugehen, um die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Meerbuschs zu erhalten.






