19 March 2026, 12:37

Moers ehrt christlich-jüdischen Dialog mit renommierter Buber-Rosenzweig-Medaille

Metallplakette an einer Gebäudewand mit hebräischer Schrift, wahrscheinlich ein Denkmal für die jüdische Gemeinde.

Moers ehrt christlich-jüdischen Dialog mit renommierter Buber-Rosenzweig-Medaille

Moers ist die zweite Stadt in Deutschland, die die renommierte Buber-Rosenzweig-Medaille für Verdienste um den christlich-jüdischen Dialog verleiht. Die Auszeichnung ging an Heinz Kremers und Nikolaus Schneider während einer kürzlichen Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Bei derselben Gelegenheit kündigte Bürgermeisterin Julia Zupancic ihre offizielle Schirmherrschaft über den Verein an.

Im Rahmen der Zusammenkunft wurde zudem die neue Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" vorgestellt. Die Publikation beleuchtet die wenigen noch sichtbaren Zeugnisse jüdischer Geschichte in Moers und taucht ein in die frühe Entwicklung der jüdischen Gemeinde der Stadt. Die Broschüre ist ab sofort für drei Euro an verschiedenen öffentlichen Einrichtungen in Moers erhältlich.

Bürgermeisterin Zupancic nutzte die Veranstaltung, um ihr Engagement für die Bewahrung des Gedenkens an das jüdische Leben in der Stadt zu bekräftigen. Gleichzeitig betonte sie die Bedeutung der Bekämpfung von Antisemitismus durch Bildung und öffentliche Aufklärung. Die Gesellschaft, die unter dem Vorsitz des evangelischen Theologe Martin Behnisch-Wittig steht, ist aus lokalen Initiativen gewachsen und pflegt enge bundesweite Kontakte. Diese Vernetzung trug maßgeblich dazu bei, dass die Buber-Rosenzweig-Medaille – die seit 1986 fast ausschließlich mit Köln verbunden war – nun auch nach Moers kommt.

Ein zentrales Anliegen des Vereins bleibt die Einbindung jüngerer Generationen. Durch regelmäßige Kooperationen mit Schulen lernen Schülerinnen und Schüler die jüdische Geschichte der Stadt sowie die aktuelle Arbeit des christlich-jüdischen Dialogs kennen.

Die Veranstaltung unterstrich Moers' wachsende Rolle bei der Förderung des interreligiösen Verständnisses, wobei die Medaille nun auch lokale Verdienste würdigt. Die neue Broschüre und die Schirmherrschaft der Bürgermeisterin zeigen das anhaltende Bemühen, das jüdische Erbe in der Stadt sichtbar zu halten. Durch die Bildungsarbeit an Schulen stellt die Gesellschaft sicher, dass diese Geschichte auch künftige Generationen erreicht.

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