19 March 2026, 12:38

Münchner Kneipe verlangt 25 Euro fürs Erbrechen – ist das gerecht?

Eine große Gruppe von Menschen sitzt an langen Tischen unter einem Zelt beim Oktoberfest in München, Deutschland, mit festlicher Dekoration und Taschen auf den Tischen.

Münchner Kneipe verlangt 25 Euro fürs Erbrechen – ist das gerecht?

Münchner Kneipe führt umstrittene Gebühr ein: 25 Euro für Erbrechen

Eine Münchner Gaststätte hat eine umstrittene Regel eingeführt: Wer sich dort übergibt, muss 25 Euro Reinigungskosten zahlen. Ein Aushang begründet die Gebühr damit, dass sie die harte Arbeit des Reinigungspersonals würdigen solle. Unterdessen zieht das Oktoberfest – das größte Volksfest der Welt – weiterhin Scharen von Bierliebhabern an, was nicht selten mit chaotischen Folgen einhergeht.

Die neue Regelung sorgt online für Diskussionen. Einige Nutzer in sozialen Medien befürworten die Gebühr und argumentieren, sie wirke rücksichtslosem Verhalten entgegen. Andere halten 25 Euro für zu niedrig oder ungerecht – und spekulieren, ob nicht eher der Koch schuld am Übelkeitsanfall sei.

Die Meinungen gehen weit auseinander. Manche zweifeln daran, ob das eingenommene Geld tatsächlich beim Reinigungspersonal ankommt. Andere verweisen auf ähnliche Praktiken im Ausland, besonders in stark frequentierten Lokalen. So verlangt eine Einrichtung pauschal 100 Dollar für Reinigungskosten – und sogar 1.000 Dollar, wenn jemand ins Schwimmbecken kotzt.

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Auf dem Oktoberfest haben es die Bedienungen ohnehin nicht leicht. Sie berichten von langen Arbeitszeiten, einem hektischen Tempo, das zu Tunnelblick führt, und der ständigen Herausforderung, die Festzelte sauber zu halten. Die riesigen Menschenmassen und der hohe Alkoholkonsum führen häufig zu Vorfällen, die zusätzliche Reinigungsarbeiten erfordern.

Bisher hat jedoch keine andere Münchner Kneipe eine vergleichbare Gebühr eingeführt.

Die 25-Euro-Abgabe bleibt damit eine seltene Maßnahme in München, wirft aber grundsätzliche Fragen zu Sauberkeit und dem Wohl der Mitarbeiter auf. Während die einen sie als gerechte Strafe betrachten, stellen andere ihre Wirksamkeit und Fairness infrage. Die Debatte zeigt einmal mehr die anhaltenden Herausforderungen bei der Organisation großer, alkohollastiger Veranstaltungen wie des Oktoberfests.

Quelle