Nur drei Prozent der Kölner unterstützen Kardinal Woelki – ein historischer Vertrauensbruch
Abdul FechnerNur drei Prozent der Kölner unterstützen Kardinal Woelki – ein historischer Vertrauensbruch
Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki sieht sich einer überwältigenden Ablehnung in seiner Diözese gegenüber. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass nur drei Prozent der Kölner mit seiner Amtsführung zufrieden sind. Die Ergebnisse markieren einen dramatischen Vertrauensverlust – elf Jahre nach seiner Ernennung zum Erzbischof.
Die Erhebung offenbart eine tiefgreifende Unzufriedenheit in allen Altersgruppen. Bei den 16- bis 29-Jährigen liegt die Zustimmung zu Woelki bei null Prozent. Ältere Jahrgänge zeigen sich etwas milder: In der Gruppe der 45- bis 59-Jährigen beträgt die Zustimmung fünf Prozent, bei den über 60-Jährigen sechs Prozent.
Manfred Güllner, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts Forsa, bezeichnete das Ergebnis als „Katastrophe“ – sowohl für die Kirche als auch für den Kardinal persönlich. Solch niedrige Zustimmungswerte seien außergewöhnlich, da selbst Politiker in der Regel auf eine treue Kernklientel zählen könnten. Woelki jedoch fehlt selbst diese grundlegende Rückendeckung innerhalb der Kölner Katholiken.
Die Umfrage belegt einen nahezu vollständigen Vertrauensverlust in Woelkis Führung. Mit einer Zustimmungsrate von nur drei Prozent erreicht er einen historischen Tiefstand für eine religiöse Führungspersönlichkeit in der Stadt. Die Position des Kardinals wirkt unter den Kölner Bürgern zunehmend unhaltbar.






