21 March 2026, 18:34

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 und schenkt Preisgeld dem Kosovo

Gemälde von Wassily Kandinsky in einem klassischen Rahmen an einer Wand.

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 und schenkt Preisgeld dem Kosovo

Der kosovarische Künstler Petrit Halilaj hat den Nasher-Preis 2027 gewonnen, eine der renommiertesten Auszeichnungen der Kunstwelt. Mit 39 Jahren ist er der jüngste Preisträger seit der Verleihungsbeginn im Jahr 2015. Seine Werke setzen sich häufig mit dem Kontrast zwischen kindlicher Unschuld und den grausamen Realitäten des Krieges auseinander.

Halilaj wuchs während des ethnischen Konflikts der 1990er-Jahre zwischen Albanern und Serben im Kosovo auf. Als er 13 Jahre alt war, brannten serbische Truppen das Haus seiner Familie nieder – ein Ereignis, das seine künstlerische Vision nachhaltig prägte. Seine Arbeiten thematisieren immer wieder Erinnerung, Vertreibung und die langfristigen Folgen von Krieg.

Der Nasher-Preis wurde ursprünglich jährlich vergeben, wechselte 2023 jedoch zu einem zweijährigen Turnus. Frühere Preisträger kamen aus unterschiedlichen Kulturen und festigten so den internationalen Ruf der Auszeichnung. Halilaj plant, das Preisgeld in Höhe von 100.000 US-Dollar der Hajde! Foundation zukommen zu lassen, einer Kunstorganisation im Kosovo.

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Die Stiftung restauriert derzeit das Haus der Kultur, ein historisches Kunstzentrum. Halilaj stellt sich den Ort als Begegnungsstätte für Menschen aller ethnischen Hintergründe und Minderheitengruppen vor. Sein Ziel ist es, Kreativität und Dialog in einer Region zu fördern, die sich noch immer von den Folgen des Konflikts erholt.

Der Nasher-Preis 2027 würdigt Halilajs Beitrag zur zeitgenössischen Kunst. Die Mittel sollen über die Hajde! Foundation die kulturelle Szene des Kosovo beleben. Das restaurierte Haus der Kultur soll Gemeinschaften durch gemeinsames künstlerisches Schaffen zusammenbringen.

Quelle