Photovoltaik-Ausbau in Deutschland 2025: Warum die Wachstumsbremse knirscht
Rotraut DöringPhotovoltaik-Ausbau in Deutschland 2025: Warum die Wachstumsbremse knirscht
Wachstum der Photovoltaik-Kapazität in Deutschland im ersten Halbjahr 2025 gebremst
Im ersten Halbjahr 2025 hat sich das Wachstum der Photovoltaik-Leistung in Deutschland verlangsamt. Der bundesweite Zubau verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,5 Prozent. Einige Regionen schnitten jedoch besser ab und konnten ihre Installationsraten weitgehend halten.
Landweit stieg die installierte Leistung um 7.347 Megawatt – ein Rückgang gegenüber den 8.300 Megawatt im Jahr 2024. Freiflächenanlagen trugen in diesem Zeitraum 41 Prozent aller Neuanlagen bei.
Baden-Württemberg steuerte 988 Megawatt bei, was einem Minus von 15 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Später korrigierte Daten des LEE NRW erhöhten diesen Wert auf 1.039 Megawatt, sodass der Rückgang nur noch bei etwa 10 Prozent lag – und damit leicht über dem bundesweiten Durchschnitt von 9,5 Prozent.
Nordrhein-Westfalen verzeichnete einen deutlichen Einbruch: Der Zubau von 940 Megawatt bedeutete ein Minus von 20 Prozent. Zudem verlangsamte sich das Installationstempo auf nahezu die Hälfte im Vergleich zu anderen Bundesländern. Bayern hingegen meldete nur einen Rückgang von 2 Prozent bei den Neuanlagen im Vergleich zu 2024.
Insgesamt beträgt der Rückgang beim Photovoltaik-Ausbau in Deutschland 11,5 Prozent. Baden-Württemberg verzeichnete einen weniger starken Rückgang als erwartet, während Nordrhein-Westfalen die stärkste Verlangsamung erlebte. Freiflächen blieben bundesweit eine wichtige Quelle für neue Kapazitäten.






