25 June 2026, 04:27

RAW-Gelände in Berlin: Kulturszene kämpft um ihr Überleben gegen Investorenpläne

Protest auf dem Ku'damm für den Erhalt der RAW-Gelände

RAW-Gelände in Berlin: Kulturszene kämpft um ihr Überleben gegen Investorenpläne

Die Zukunft des Berliner RAW-Geländes steht auf dem Spiel

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Das historische Areal, einst Reparaturwerke der Reichsbahn, beherbergt heute Dutzende Clubs, Bars und kulturelle Einrichtungen. Doch ein Streit zwischen der Kurth-Gruppe, dem Senat und dem Bezirk gefährdet seinen Fortbestand.

Seit dem Fall der Berliner Mauer ist das RAW-Gelände ein kultureller Anziehungspunkt. Heute zieht es Feiernde, Anwohner und Touristen mit seinen Clubs, Ateliers und Sporteinrichtungen an. Im Mittelpunkt des Konflikts steht die Frage, wie viele Wohnungen gebaut und wie viele historische Hallen erhalten bleiben sollen.

Im Januar beantragte die Kurth-Gruppe ein beschleunigtes Baugenehmigungsverfahren für den Wohnungsbau. Senat und Bezirk lehnten dies Mitte Mai ab. Zudem warfen sie der Gruppe vor, die vielfältige soziokulturelle Szene des Geländes zu gefährden.

Clubs wie die Cassiopeia und andere Einrichtungen stehen nun vor Räumungsklagen, einige müssen bereits in der kommenden Woche geräumt werden. Benjamin Kiepurning, ein Mitarbeiter des Clubs, startete eine Petition, in der er die Kurth-Gruppe auffordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Dutzende Demonstranten versammelten sich am Kurfürstendamm unter dem Motto „RAW für alle – Cassiopeia & Co. müssen bleiben“.

Während die Räumungsfristen näher rücken, bleibt der Konflikt ungelöst. Senat und Bezirk lehnen die Baupläne weiterhin ab. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnten die Clubs und kulturellen Einrichtungen des RAW-Geländes bald verschwinden.

Quelle