07 April 2026, 04:31

Rheinmetall dringt mit Iceye in die militärische Satellitenaufklärung vor

Organigramm der SA Army Engineer Formation mit Logos und Text auf einem weißen Hintergrund.

Rheinmetall bald auch Weltraum-Satelliten - Rheinmetall dringt mit Iceye in die militärische Satellitenaufklärung vor

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall steigt mit einer neuen Partnerschaft in die Raumfahrttechnologie ein. Das Unternehmen kooperiert künftig mit dem finnischen Satellitenspezialisten Iceye, um militärische Aufklärungssatelliten zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei Radarsysteme mit synthetischer Apertur (SAR) für Verteidigungszwecke.

Das Joint Venture mit dem Namen Rheinmetall Iceye Space Solutions wurde in Düsseldorf vorgestellt. Es markiert Rheinmetalls ersten großen Schritt in den Satellitensektor und erweitert das bestehende Portfolio um militärische Weltraumfähigkeiten. Der neue Unternehmenssitz befindet sich in Neuss, wo die Aktivitäten noch vor Jahresende aufgenommen werden sollen. Rheinmetall hält 60 Prozent der Anteile, Iceye 40 Prozent. Ziel der Partnerschaft ist es, die Satellitenproduktion deutlich zu steigern und die globale Vermarktung auszubauen.

Iceye entwickelt und betreibt bereits SAR-Satelliten, von denen einige derzeit in der Ukraine im Einsatz sind. Rheinmetalls etabliertes Vertriebsnetz soll die Distribution über die bisherigen Absatzmärkte von Iceye hinaus vorantreiben. Der erste Satellit des Gemeinschaftsunternehmens ist für 2025 geplant.

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Beide Unternehmen sehen in der Zusammenarbeit eine Chance, militärische Aufklärungskapazitäten zu stärken. Durch die Kombination von Rheinmetalls Verteidigungsexpertise mit Iceyes Satellitentechnologie konzentriert sich das Joint Venture auf hochleistungsfähige SAR-Systeme für Sicherheits- und Nachrichtendienstzwecke. Die neuen Aktivitäten in Neuss sollen noch vor Ende 2024 starten. Der erste Satellit wird voraussichtlich 2025 für militärische Aufklärungsmissionen eingesetzt. Die Partnerschaft zielt darauf ab, die Produktionskapazitäten zu erhöhen und die Verbreitung von SAR-Technologie in Verteidigungsmärkten weltweit voranzutreiben.

Quelle