RWE baut riesige Solarparks auf rekultiviertem Tagebaugelände in Garzweiler
Eitel TruppRWE baut riesige Solarparks auf rekultiviertem Tagebaugelände in Garzweiler
RWE hat Pläne bekannt gegeben, Solarparks mit einer kombinierten Leistung von 86,5 Megawatt im ehemaligen Tagebaugebiet Garzweiler zu errichten. Die Projekte entstehen östlich und westlich der Autobahn A44n zwischen Bedburg und Jüchen. Das Unternehmen strebt an, die Anlagen noch bis Ende des Jahres ans Netz zu bringen.
Die neuen Solarparks nutzen rekultiviertes Gelände des Tagebaus Garzweiler und werden an die bestehende Netzinfrastruktur angeschlossen, die ursprünglich für den Bergbau errichtet wurde. Dieser Ansatz entspricht dem übergeordneten Ziel von RWE, den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region voranzutreiben – mit einem Fokus auf mindestens 500 Megawatt zusätzlicher Solar- und Windkraftkapazität.
RWE betreibt in der Region bereits sieben Solarparks, von denen vier über Batteriespeicher verfügen. Zudem erprobt das Unternehmen in einer Demonstrationsanlage die Agri-Photovoltaik, bei der Landwirtschaft und Solarstromerzeugung kombiniert werden. Darüber hinaus plant RWE, Solarprojekte entlang von Autobahnen zu priorisieren, um Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und die öffentliche Akzeptanz zu erhöhen.
Eine aktuelle regulatorische Entscheidung hat klargestellt, dass Netzbetreiber Kunden nicht über den Voll-Einspeise-Bonus für Solarstrom informieren müssen. Dieses Urteil könnte Auswirkungen darauf haben, wie solche Projekte künftig an die Öffentlichkeit kommuniziert werden.
Die neuen Solarparks werden die Kapazitäten für erneuerbare Energien in der Region deutlich ausbauen. Ihre Errichtung auf rekultiviertem Gelände und die Nutzung bestehender Infrastruktur könnten wegweisend für künftige Vorhaben sein. Durch die Konzentration auf Autobahnen und Agri-Photovoltaik könnte RWE seinen Ausbau im Solarbereich weiter beschleunigen.
