18 April 2026, 20:33

Schildgen feiert zehn Jahre Flüchtlingshilfe mit bewegenden Geschichten und Erfolgen

Plakat für den Wohltätigkeitsbasar für die Witwen und Waisen deutscher, australischer, ungarischer und alliierter Soldaten mit Veranstaltungseinzelheiten im Text.

Schildgen feiert zehn Jahre Flüchtlingshilfe mit bewegenden Geschichten und Erfolgen

Ein kleines Dorf in Schildgen feiert ein Jahrzehnt der Flüchtlingshilfe

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Eine kleine Gemeinschaft in Schildgen hat mit einer besonderen Feier zehn Jahre Engagement für Geflüchtete gewürdigt. Die Initiative "Willkommen in Schildgen", die 2015 von rund 100 Anwohnerinnen und Einwohnern ins Leben gerufen wurde, hat Menschen wie Youssef Messraba dabei geholfen, in Deutschland neu anzufangen. Nun blickt die Gruppe auf ihre Erfolge zurück – und bei einer anstehenden Veranstaltung werden Geschichten von Ankunft und Integration erzählt.

Die Aktion startete 2015, als sich Lokale zusammenschlossen, um Geflüchteten in der Region den Neuanfang zu erleichtern. Sie boten praktische Hilfe bei der Wohnungsuche, beim Spracherwerb und im Alltag. Mit der Zeit wuchs das Unterstützungsnetzwerk und gab denen Halt, die vor Krieg und Verfolgung flohen.

Youssef Messraba kam noch im selben Jahr aus Syrien nach Schildgen. Mit der Unterstützung der Gemeinschaft absolvierte er eine Ausbildung zum Elektroniker und schrieb sich später für ein Studium der Elektro- und Medizintechnik ein. Trotz seiner Fortschritte wartet er jedoch seit 20 Monaten auf die deutsche Staatsbürgerschaft – eine Verzögerung, die ihm nun den weiteren Bildungsweg versperrt.

Das zehnjährige Jubiläum der Initiative wurde kürzlich in der Herz-Jesu-Kirche gefeiert. Die Organisatorinnen und Organisatoren betonten die Erfolge: 72 Prozent der unterstützten Geflüchteten sind mittlerweile erwerbstätig, 15 Prozent befinden sich in Ausbildung oder Studium. Zudem zeigt die Ausstellung "Himmel un Ääd" des Fotografen Philipp J. Bösel 21 farbige Porträts von Geflüchteten und dokumentiert ihre Lebenswege.

Ein weiterer Höhepunkt steht am 28. November an: Bei der Veranstaltung "Angekommen – Erfahrungen und Leben in Deutschland/Schildgen" werden persönliche Geschichten jener zu hören sein, die in der Gemeinde eine neue Heimat gefunden haben.

Die Arbeit der Initiative hat nachhaltige Veränderungen bewirkt – viele Geflüchtete sind heute berufstätig oder studieren. Doch für Messraba und andere bleiben Hürden wie lange Wartezeiten bei der Einbürgerung. Die kommende Veranstaltung wird weitere Einblicke in ihre Erlebnisse und die anhaltende Rolle der Gemeinschaft in ihrem Leben geben.

Quelle