22 March 2026, 14:36

Sicherheitslücke enthüllt geplante Castor-Route durch NRW – wie konnte das passieren?

Ein Mann in einem weißen Anzug trägt einen gelben Eimer mit einem radioaktiven Symbol, umgeben von maskierten Individuen mit Taschen, mit Gebäuden, einem Laternenpfahl, Fahnen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Sicherheitslücke enthüllt geplante Castor-Route durch NRW – wie konnte das passieren?

Ein Sicherheitsversäumnis hat Details über einen geplanten Atomtransport in Deutschland offenbart. Die für den Schutz der Route vorgesehene Drohnen-Flugverbotszone war zeitweise auf einer offiziellen Regierungsplattform einsehbar. Die Behörden haben die Informationen zwar inzwischen entfernt, doch zentrale Angaben waren bereits öffentlich geworden.

Am Mittwochabend zeigte die Digitale Plattform für unbemannte Luftfahrt (Dipul.de) des Bundesverkehrsministeriums eine Flugverbotszone entlang von Autobahnen in Nordrhein-Westfalen an. Die Einschränkung betraf die Strecke von Jülich nach Ahaus, wo ein Castor-Transport mit Atommüll geplant ist. Wie der WDR berichtet, blieben die Daten bis Donnerstag abrufbar, bevor sie gelöscht wurden.

Die Flugverbotszone war ursprünglich für den Zeitraum vom 20. bis 27. März 2026 ausgewiesen, wie ein aktualisierter Eintrag auf Dipul.de zeigte. Mittlerweile ist auf der Plattform jedoch nur noch eine kreisförmige Sperrzone in der Region zu sehen – ohne die zuvor sichtbaren genauen Autobahnrouten. Auch Grafiken und ein herunterladbares PDF geben den exakten Transportweg nicht mehr preis.

Normalerweise unterliegen Castor-Transporte strengster Geheimhaltung, um Sicherheitsrisiken zu vermeiden. Solche Transporte gelten als mögliche Terrorziele oder Brennpunkte für Proteste. Bei der aktuellen Lieferung handelt es sich um Brennelemente aus einem stillgelegten Forschungsreaktor, die in ein Zwischenlager nach Ahaus gebracht werden sollen.

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Die Ursache für den Fehler ist weiterhin unklar. Eine Anfrage an das Verkehrsministerium blieb unbeantwortet, und es gibt bisher keine offizielle Stellungnahme zur Aufklärung des Vorfalls.

Die bekannt gewordenen Details werfen Fragen zu den Sicherheitsprotokollen bei sensiblen Atomtransporten auf. Zwar wurde die Information nachträglich entfernt, doch der Vorfall offenbart Schwachstellen im Umgang mit geheimen Logistikdaten. Ob die Behörden nach dem Datenleck zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen treffen, ist bisher nicht bekannt.

Quelle