28 April 2026, 09:13

Solingen ehrt ermordeten Journalisten Max Leven mit neuem Gedenkzentrum

Luftaufnahme des Holocaust-Mahnmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin, das zahlreiche rechteckige Betonsteine in einem Gittermuster zeigt.

Solingen ehrt ermordeten Journalisten Max Leven mit neuem Gedenkzentrum

In Solingen hat ein neues Zentrum zur Erinnerung an das Leben des jüdischen Journalisten Max Leven seine Türen geöffnet. Das Max-Leven-Zentrum befindet sich in seinem ehemaligen Wohnhaus, in dem er bis zu seiner Ermordung während des Novemberpogroms 1938 lebte. Der Ort soll künftig der Erinnerung, der Bildung und der öffentlichen Auseinandersetzung mit der NS-Zeit dienen.

Max Leven wurde 1882 in Thionville – damals als Diedenhofen bekannt – geboren und ließ sich 1916 in Solingen nieder. Am 10. November 1938 fiel er der Gewalt der Novemberpogrome zum Opfer. Sein einziger überlebender Angehöriger, Sohn Heinz, konnte später nach Argentinien fliehen.

Das Max-Leven-Zentrum wurde am Dienstag, dem 1. November 2022, offiziell eröffnet und öffnete am Folgetag von 11:00 bis 17:00 Uhr für Besucher. Das Projekt wurde von mehreren Institutionen unterstützt, darunter die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen und die Stadtsparkasse Solingen.

Im Inneren zeigt eine Dauerausstellung Levens Leben und journalistisches Wirken. Zudem wird thematisiert, wie der Nationalsozialismus den Alltag in Solingen prägte. Das Zentrum rückt lokale Schicksale von Verfolgung und Widerstand in den Fokus, darunter die Geschichte von Änne Wagner.

Das Max-Leven-Zentrum bietet nun einen Ort, um sich mit der Stadtgeschichte während der NS-Diktatur auseinanderzusetzen. Durch Ausstellungen und Diskussionen soll Levens Geschichte – und die Lehren dieser Epoche – für kommende Generationen bewahrt werden. Der Ort bleibt ein zentraler Anlaufpunkt für Bildung und Reflexion in Solingen.

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