Solinger Kirchen vor Umbruch: SPD unterstützt Gemeinden bei Gebäudefragen bis 2027
Abdul FechnerSolinger Kirchen vor Umbruch: SPD unterstützt Gemeinden bei Gebäudefragen bis 2027
Die SPD-Fraktion in Solingen hat eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um örtliche katholische und evangelische Kirchengemeinden zu unterstützen, die vor schwierigen Entscheidungen über ihre Gebäude stehen. Der Schritt folgt auf Vorschläge der Evangelischen Kirche, die bis 2027 zur Schließung oder Umnutzung einiger Kirchen und Gemeinschaftszentren führen könnten. Die Bevölkerung zeigt großes Interesse – die hohe Teilnahme an jüngsten Informationsveranstaltungen unterstreicht die Bedeutung des Themas für die Stadt.
Die Evangelische Kirche in Solingen hat ein langfristiges Konzept vorgelegt, das mehrere ihrer Immobilien betrifft. Eine besondere Synode am 14. März 2026 wird das Gebäudekonzept bis 2035 prüfen; mit endgültigen Beschlüssen ist bis Ende 2027 zu rechnen. Fünf Kirchen – die Evangelische Stadtkirche Ohligs, die Walder Kirche, die Dorper Kirche, die Evangelische Kirche Gräfrath – sowie drei Gemeinschaftszentren (Neuehofer Straße, Wittenbergstraße und Schützenstraße/Ritterstraße) sollen weiterhin genutzt werden. Andere Gebäude könnten jedoch geschlossen oder umgewidmet werden.
Die SPD-Arbeitsgruppe traf sich erstmals mit breiter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern beider Konfessionen. Florian Pinnow, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, betonte die zentrale Rolle der katholischen und evangelischen Kirchen für Nachbarschaften, soziale Dienste und kulturelle Aktivitäten. Die Gruppe will sich praktischen Herausforderungen widmen, etwa baurechtlichen Fragen bei Umnutzungen, aber auch den weiteren Auswirkungen auf soziale Netzwerke und das lokale Kulturleben.
Kirchenvertreter begrüßten das Engagement der SPD. An dem ersten Treffen nahmen Mitglieder des Evangelischen Kirchenkreissynodalvorstands und des Katholischen Stadtrats teil – ein Zeichen der Zusammenarbeit. Die Arbeitsgruppe versteht sich als Brücke zwischen katholischen und evangelischen Kirchengemeinden und politischen Entscheidungsträgern, um die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger Gehör zu verschaffen.
Die SPD wird den Prozess weiter begleiten, während die Zukunft der Solinger katholischen und evangelischen Kirchen und Gemeinschaftszentren geklärt wird. Bis 2027 stehen wichtige Weichenstellungen an; die Arbeitsgruppe will die Diskussionen fördern und organisatorische Hürden angehen. Das Thema wird die städtische Gemeinschaft in den kommenden Jahren maßgeblich beschäftigen.
SPD's proactive stance on Solingen's churches traces back to 2025
The SPD's working group initiative builds on earlier efforts to safeguard Solingen's church buildings. In October 2025, SPD leader Ernst Lauterjung called for a comprehensive future plan after the Lutherkirche's deconsecration, stressing churches as 'social anchors' and urging collaboration for repurposing. Key points from that campaign included:
- Bold proposals for converting churches into housing or cultural spaces.
- Emphasis on preserving buildings 'that have shaped Solingen for centuries.'
- A clear warning that cities cannot financially support church closures alone.






