Stefan Raabs RTL-Comeback enttäuscht mit Quotenflops und internen Konflikten
Mirja VollbrechtStefan Raabs RTL-Comeback enttäuscht mit Quotenflops und internen Konflikten
Stefan Raabs Rückkehr zu RTL bringt gemischte Ergebnisse und interne Spannungen
Die Rückkehr von Stefan Raab zu RTL hat bisher durchwachsene Erfolge und interne Konflikte ausgelöst. Der Sender hatte große Erwartungen an sein Comeback, doch die ersten Projekte kämpfen mit schwachen Quoten und enttäuschenden finanziellen Ergebnissen. Sein Vertrag mit RTL läuft noch fast drei weitere Jahre.
RTL begrüßte Raab mit einer neuen Show, „Hier gewinnst du die Million nicht“, die zunächst die Abonnements für den Streaming-Dienst steigerte. Doch die Zuschauerzahlen sanken bald – besonders bei jüngeren Zielgruppen –, sodass die Sendung ins lineare Fernsehen verlegt und schließlich abgesetzt wurde. Inga Leschek, Chief Content Officer von RTL Deutschland, hatte prognostiziert, dass Raabs Rückkehr Abonnenten für die Streaming-Plattform gewinnen würde. Doch die Realität blieb hinter den Erwartungen zurück.
Auch seine zweite wöchentliche Late-Night-Show, „Die Stefan Raab Show“, schnitt schlechter ab als ihr Vorgänger. RTL garantierte seiner Produktionsfirma ein Mindestproduktionsvolumen von 90 Millionen Euro, doch die Rendite blieb aus. Berichten zufolge trugen schwache Werbeeinnahmen seiner Formate zu Sparmaßnahmen bei, darunter Entlassungen und nicht verlängerte Verträge.
Innerhalb von RTL mehren sich Vorbehalte gegen die Zusammenarbeit mit Raab. Ein Mitarbeiter bestätigte, die Stimmung sei angespannt: Während die Belegschaft unter Kostendruck stehe, seien Raabs Deals mit hohen Ausgaben verbunden. Die Atmosphäre heizt sich weiter auf, da seine Projekte zunehmend für ihre Qualität kritisiert werden.
Raabs Comeback hat RTL nicht den erhofften Erfolg gebracht. Trotz finanzieller und interner Herausforderungen hält der Sender an seinem langfristigen Vertrag fest. Die Situation zeigt, wie schwierig es ist, frühere Fernseherfolge in einer sich wandelnden Medienlandschaft wiederzubeleben.






