13 June 2026, 20:29

Steinbrücks umstrittene Strategie: Soll die AfD eingebunden oder isoliert werden?

Roter Ex-Finanzminister will 'Entschärfung' der AfD

Steinbrücks umstrittene Strategie: Soll die AfD eingebunden oder isoliert werden?

Der ehemalige deutsche Finanzminister Peer Steinbrück hat eine neue Strategie im Umgang mit der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) vorgeschlagen. Er argumentiert, dass pauschale Verbote oder die Kriminalisierung ihrer Wähler kontraproduktiv wären und die Anhänger weiter an den Rand der Gesellschaft drängen könnten.

Steinbrück plädiert stattdessen für ein Modell, in dem die AfD politisch eingebunden werden könnte – vorausgesetzt, sie hält sich an klar definierte rote Linien in verschiedenen Politikbereichen. Dabei bezog er sich auf das Konzept des Historikers Andreas Rödder von einer „bedingten Gesprächsbereitschaft“ mit der Partei unter strengen Auflagen.

Gleichzeitig betonte er, dass eine Zusammenarbeit oder auch nur stillschweigende Duldung der AfD unmöglich sei, solange die Partei keine verlässliche Bindung an diese Grenzen zeige. Zugleich räumte er ein, dass eine politische „Brandmauer“ gegen die Partei vorerst notwendig bleibe.

Steinbrück regte zudem an, die AfD in Richtung einer traditionell konservativ-bürgerlichen Position zu bewegen. Er schlug vor, bestimmten Mitgliedern wie Björn Höcke die Wählbarkeit für öffentliche Ämter zu entziehen. Ein vollständiges Parteiverbot lehnte er jedoch ab, da dies die Anhängerschaft weiter radikalisieren könnte.

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Steinbrücks Ansatz zielt eher auf Entradikalisierung als auf Ausgrenzung ab. Sein Plan sieht vor, klare rote Linien zu ziehen, die Brandmauer gegen die AfD jedoch vorerst aufrechtzuerhalten – mit dem Ziel, die Haltung der Partei zu verändern, ohne ihre Wähler zu verprellen.

Quelle