27 April 2026, 00:42

Strabag verzeichnet Rekordwachstum und setzt auf Infrastrukturboom 2025

Detailierter Konstruktionsplan einer Brücke mit beschrifteten Komponenten wie Balken und Seilen aus einem Buch.

Strabag verzeichnet Rekordwachstum und setzt auf Infrastrukturboom 2025

Strabag, Europas führendes Bauunternehmen, verzeichnet im ersten Halbjahr 2025 kräftiges Wachstum

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Der Konzern meldet einen deutlichen Anstieg der Finanzkennzahlen: Der Gewinn kletterte um 58 Prozent, während der Umsatz um sieben Prozent auf 8,9 Milliarden Euro stieg. Parallel dazu kündigte Österreich an, bis zum nächsten Jahr fast 10 Milliarden Euro in die Bundesinfrastruktur zu investieren.

Rekordergebnisse und wachsender Auftragsbestand Die Finanzzahlen von Strabag für die ersten Monate 2025 zeigen einen markanten Profitabilitätsschub. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 129,4 Millionen Euro – ein Plus von 58 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch der Nettogewinn legte um vier Prozent auf 94,9 Millionen Euro zu. Der Auftragsbestand des Unternehmens wuchs um 13 Prozent und belief sich Ende Juni auf 28,4 Milliarden Euro.

Expansion durch Übernahmen und Innovation Strabag baut seine Marktposition durch gezielte Akquisitionen aus. Erst kürzlich übernahm das Unternehmen Lederer-Bau, um seine Stellung im sozialen Wohnungsbau zu stärken. Zudem laufen Verhandlungen zur Übernahme von Vamed-KMB, einem Spezialisten für Krankenhausmanagement, der unter anderem für die technische Betriebführung des Wiener AKH und dessen Bauprojekte verantwortlich ist. Neben Fusionen investiert Strabag jährlich über 20 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung.

Technische Meisterleistung in Deutschland Ein aktuelles Projekt unterstreicht die ingenieurtechnische Kompetenz des Konzerns: Auf der A45-Talbrücke in Rinsdorf verschob ein Team ein 485,5 Meter langes und 40.000 Tonnen schweres Brückensegment um 20 Meter – ohne die Pfeiler oder Fundamente zu beschädigen. Solche Großprojekte belegen Strabags Expertise im Infrastruktursektor.

Infrastrukturinvestitionen als Wirtschaftsmotor Stefan Kratochwill, seit Februar 2025 Vorstandsvorsitzender von Strabag, betont die volkswirtschaftliche Wirkung von Infrastrukturausgaben. Jeder investierte Euro entfalte Multiplikatoreffekte durch Arbeitsplatzschaffung und verbesserte Rahmenbedingungen für Unternehmen. Seine Aussagen decken sich mit Österreichs Plänen, 2025 rund 9,9 Milliarden Euro – etwa zwei Prozent der Wirtschaftsleistung – in die Bundesinfrastruktur zu stecken.

Marktführer in Österreich und Deutschland Strabag bleibt mit einem Marktanteil von fünf Prozent unangefochtener Spitzenreiter in Österreich und hält in Deutschland zwei Prozent des Sektors.

Ausblick: Wachstum durch Projekte und Staatsinvestitionen Die Halbjahresbilanz des Unternehmens zeigt Zuwächse bei Umsatz, Gewinn und Auftragseingang. Durch Übernahmen und technische Innovationen festigt Strabag seine Position in der Bau- und Infrastrukturbranche. Mit den geplanten 9,9 Milliarden Euro an österreichischen Staatsinvestitionen steht der Sektor vor einem weiteren Aufschwung im kommenden Jahr.

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