Streit um ausgeliehene Mode: Blackpink-Jisoo und Designer Voortmans im Clinch mit Fans
Rotraut DöringStreit um ausgeliehene Mode: Blackpink-Jisoo und Designer Voortmans im Clinch mit Fans
Ein öffentlicher Streit ist zwischen dem belgischen Modedesigner Benjamin Voortmans und Jisoo, Mitglied der K-pop-Gruppe Blackpink, entbrannt. Der Konflikt begann wegen nicht zurückgegebener Kleidungsstücke, die für ein Fotoshooting geliehen worden waren. Die Fans der Sängerin stellten sich schnell schützend hinter sie, was eine breitere Debatte über die Dynamik zwischen Prominenten und ihren Anhängern auslöste.
Voortmans, der auf Instagram 80 Millionen Follower vorweisen kann, nannte Jisoo zunächst namentlich, um eine Reaktion von ihrem Team zu provozieren. Später betonte er jedoch, es habe nicht in seiner Absicht gelegen, sie persönlich anzugreifen. Auslöser des Streits war Voortmans’ Vorwurf, Jisoo habe Kleidungsstücke nicht zurückgegeben, die für ein Shooting ausgeliehen worden waren. Nach der öffentlichen Äußerung reagierten ihre Fans heftig und kritisierten den Designer in den sozialen Medien. Angesichts der massiven Gegenreaktion willigte Voortmans zunächst in ein Interview mit WWD ein, zog seine Zusage später jedoch zurück und erklärte, die Angelegenheit werde nun privat geklärt.
Expert:innen haben sich zu den weiteren Auswirkungen solcher Konflikte geäußert. Susan Kresnicka, Gründerin von KR&I und des Fandom Institute, wies darauf hin, wie leidenschaftlich Fans ihre Idole vor vermeintlichen Bedrohungen verteidigen. Sie betonte, dass Fangemeinden sich gegen übermäßige Kommerzialisierung wehren und besonders empfindlich reagieren, wenn ihr Einfluss infrage gestellt wird.
Michael Lewis, Marketingprofessor an der Emory University, zog Parallelen zu Taylors Swifts Streit mit Scooter Braun im Jahr 2019. Damals formierte sich Swifts Fanbase – bekannt als „Swifties“ – zu einer koordinierten Verteidigung der Künstlerin. Solche parasozialen Beziehungen, bei denen Fans eine tiefe persönliche Verbindung zu Prominenten empfinden, prägen häufig das Konsumverhalten und die Markenbindung.
Branchenbeobachter:innen warnen, dass Unternehmen diese Dynamiken mit Bedacht steuern müssen. Fehltritte können leidenschaftliche Fangemeinden verprellen, die maßgeblichen Einfluss auf das öffentliche Image und den kommerziellen Erfolg von Prominenten haben. Der Vorfall unterstreicht das sensible Gleichgewicht zwischen Prominenten-Kooperationen und den Erwartungen der Fans. Voortmans’ anfängliche Äußerungen lösten eine sofortige Reaktion von Jisoos Unterstützer:innen aus und zeigten, wie beschützend moderne Fangemeinden agieren. Für Marken und Designer dient der Fall als Mahnmal: Wer die Strahlkraft von Stars nutzen will, darf die treuen Anhänger:innen hinter ihnen nicht außer Acht lassen.






