19 March 2026, 10:49

Streit um Ohligs City Ring: Grünen Senioren verteidigen Busverkehr in Solingen

Plakat mit einem Zug auf einem Bahngleis mit mehreren Menschen in der Nähe, begleitet von Text, der besagt: "Das amerikanische Arbeitsprogramm wird den erschwinglichen öffentlichen Nahverkehr erweitern."

Streit um Ohligs City Ring: Grünen Senioren verteidigen Busverkehr in Solingen

In Solingen ist ein Streit um die Pläne für den Ohligs City Ring entbrannt. Die Grünen Senioren weisen die Kritik lokaler Vereine zurück, darunter der Ohligser Jongens, der ISG und der OWG. Sie argumentieren, der aktuelle Verkehrsplan finde einen fairen Kompromiss zwischen der Reduzierung des Busverkehrs und der Aufrechterhaltung wichtiger Verbindungen.

Im Mittelpunkt der Debatte steht die Lennestraße, wo Gegner eine vollständige Sperrung für Busse fordern. Die Grünen Senioren betonen, dass dies ältere Bürger benachteiligen würde, die im Alltag auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind.

In den vergangenen fünf Jahren hat Solingen seine Verkehrspolitik grundlegend reformiert. Neue Buslinien wie die 719 und 720 wurden eingeführt, während andere, etwa die 740 (Ohligs–Solingen Hbf), nun im 15-Minuten-Takt statt halbstündlich verkehren. Moderne Aufwertungen wie LED-Beleuchtung und Echtzeit-Anzeigen an Haltestellen wie der Ohligser Straße kamen hinzu. Diese Maßnahmen steigerten die Nutzung des ÖPNV um 12 Prozent.

Die Grünen Senioren verteidigen den City Ring als notwendigen Ausgleich. Eine vollständige Sperrung der Lennestraße für Busse würde ihrer Ansicht nach die Haltestelle "Ohligs Markt" streichen und ältere Fahrgäste zu längeren Fußwegen zwingen. Barrierefreiheit müsse bei jeder Verkehrsänderung Vorrang haben, so ihre Argumentation.

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Kritiker hingegen werfen dem Plan vor, Staus und Umweltbelastung nicht ausreichend zu berücksichtigen. Die Grünen Senioren entgegnen, die Lösung balanciere diese Probleme bereits aus, ohne schutzbedürftige Gruppen zu vernachlässigen. Sie stellen die Diskussion damit nicht nur als Verkehrs-, sondern auch als sozialpolitische Frage dar, bei der die Bedürfnisse älterer Bürger nicht übergangen werden dürften.

Der Konflikt zeigt die Spannung zwischen moderner Verkehrsplanung und der Sicherung von Zugänglichkeit. Durch die Ablehnung eines kompletten Busverbots in der Lennestraße bleibt die Haltestelle "Ohligs Markt" vorerst erhalten. Der aktuelle Plan bleibt unverändert – eine schnelle Einigung ist nicht in Sicht.

Quelle