Süchtelns Laternenumzüge gerettet: Kompromiss sichert St.-Martins-Tradition trotz Personalmangel
Mirja VollbrechtSüchtelns Laternenumzüge gerettet: Kompromiss sichert St.-Martins-Tradition trotz Personalmangel
Laternenumzüge in Süchteln finden dieses Jahr statt – trotz Bedenken bei Sicherheit und Personal
Nach Sorgen um Sicherheit und Personalknappheit werden die diesjährigen St.-Martins-Umzüge in Süchteln wie geplant stattfinden. Bürgermeisterin Sabine Anemüller wies Vorwürfe zurück, die Stadt oder die Feuerwehr habe die Tradition bedroht. Eine neue Vereinbarung ermöglicht es Feuerwehrleuten nun, unter bestimmten Bedingungen an den Veranstaltungen teilzunehmen.
Die Freiwillige Feuerwehr betonte, dass ihr vorrangiger Auftrag der Brandschutz bleibe. Rechtlich sei sie nicht verpflichtet, bei Straßenabsicherungen oder Verkehrsregelungen während der Laternenumzüge zu helfen. Die Polizei übernimmt die Sicherheitsaufgaben, während das Ordnungsamt die endgültige Genehmigung für jeden einzelnen Umzug erteilt.
Die St.-Martins-Vereine müssen dennoch zentrale Auflagen erfüllen, darunter ausreichend sichtbare Ordner in Warnwesten und eine angemessene Beleuchtung. Die Stadtverwaltung bietet zusätzliche Unterstützung an, falls Gruppen Schwierigkeiten haben, diese Vorgaben umzusetzen.
Feuerwehrkräfte dürfen in Uniform an den Umzügen teilnehmen, ihre Anwesenheit wird jedoch nicht auf die offizielle Personalplanung angerechnet. Der Kompromiss entstand nach Gesprächen zwischen Verwaltung und Feuerwehr. Beide Seiten wollten die Tradition bewahren – ohne gegen geltendes Recht zu verstoßen.
Die neue Regelung sichert die Durchführung der Laternenumzüge ohne rechtliche Risiken. Feuerwehrleute können mitwirken, ihre Rolle bleibt aber klar von den Sicherheitsaufgaben getrennt. Die Veranstalter konzentrieren sich nun darauf, die verbleibenden Anforderungen bis zum Start der Umzüge zu erfüllen.






