19 April 2026, 12:32

"Süßes oder Saures": Wie Schulkinder in Höxter-Albaxen Temposünder überlisten

Schwarzer Text auf weißem Hintergrund lautet "Schulgeschwindigkeit 25 bei Kindern" in fetter Schrift.

"Süßes oder Saures": Wie Schulkinder in Höxter-Albaxen Temposünder überlisten

"Süßes oder Saures": Geschwindigkeitskampagne mit Schulkindern und Polizei in Höxter-Albaxen

In Höxter-Albaxen fand eine ungewöhnliche Geschwindigkeitskontrolle unter dem Motto "Süßes oder Saures" statt – mit Beteiligung örtlicher Schulkinder und der Polizei. Ziel der Aktion war es, Autofahrer spielerisch an die Einhaltung der Tempolimits zu erinnern und regelkonformes Verhalten mit kleinen Überraschungen zu belohnen.

An der Kampagne nahmen 63 Schülerinnen und Schüler der Schule im Wesertal in Albaxen teil. Gemeinsam mit Polizeibeamten beobachteten sie auf der Hansa-Straße den Verkehr, insbesondere Fahrzeuge, die aus Richtung Stahle in den Ort einfuhren. Mit Stoppschildern hielten die Kinder insgesamt 37 Fahrer an. Wer sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielt, erhielt eine Dankeskarte mit Süßigkeiten – Temposünder dagegen einen Hinweiszettel und eine "saure" Belohnung.

Nur wenige Autofahrer überschritten das Tempolimit; die höchste gemessene Geschwindigkeit lag bei 58 km/h. Weder Verwarnungen noch Bußgelder wurden ausgestellt. Stattdessen stand der pädagogische Ansatz im Vordergrund: Durch positive Verstärkung sollte das Bewusstsein für sicheres Fahren gestärkt werden.

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Unterstützt wurde die Aktion von einem Motorradpolizisten, dem Nachbarschaftsteam Höxter sowie den Beamtinnen Kathrin Nieseke und Pia Menne. Die Kinder sprachen die Fahrer direkt an, erklärten die Gefahren von Raserei und bedankten sich bei denen, die sich an die Regeln hielten.

Die Resonanz war durchweg positiv – bei Autofahrern, Schülern und Polizisten gleichermaßen. Der lockere, kreative Ansatz machte die Botschaft der Verkehrssicherheit besonders einprägsam. Ohne Strafen, aber mit einer Mischung aus Belohnungen und freundlichen Ermahnungen gelang es, das Thema präventiv zu vermitteln. Alle 63 Kinder waren aktiv in die Geschwindigkeitskontrollen und Gespräche mit den Fahrern eingebunden. Die Aktion zeigte, wie gemeinschaftliches Engagement auf sympathische Weise zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr beitragen kann.

Quelle