Tagebau Garzweiler nimmt Betrieb nach Umwelt-Ermittlungen wieder auf
Mirja VollbrechtWiederaufnahme der Abfallentsorgung im Tagebau Garzweiler genehmigt - Tagebau Garzweiler nimmt Betrieb nach Umwelt-Ermittlungen wieder auf
Im Tagebau Garzweiler sind die Arbeiten nach monatelanger Pause wieder aufgenommen worden. Die Behörden hatten die Förderung ausgesetzt, nachdem der Verdacht auf illegale Ablagerung von belastetem Boden aufgekommen war. Der Stopp folgte Ermittlungen zu möglichen Umweltverstößen auf dem Gelände.
Die Bezirksregierung Arnsberg gab nun grünes Licht für die Wiederaufnahme der Verfüllungsarbeiten. Fachleute prüften den Fall mehrere Monate lang, bevor sie zu einer Entscheidung gelangten. Ihre Bewertung ergab keine klaren Beweise dafür, dass externes Material in der Grube abgeladen worden war.
Die am Standort festgestellte Bodenbelastung wurde als geringfügig eingestuft. Allerdings erschwert die schiere Größe des Tagebaus die genaue Ortung von Ablagerungsstellen durch Stichproben. Ohne exakte Koordinaten bleiben weitere Untersuchungen unwahrscheinlich.
Künftig soll ein Grundwassermonitoringsystem installiert werden. Damit sollen mögliche Kontaminationen frühzeitig erkannt werden. Unterdessen führt die Zentrale Sonderstaatsanwaltschaft für Umweltkriminalität in Dortmund ihre eigenen Ermittlungen fort.
Der Betrieb des Tagebaus kann vorerst fortgesetzt werden, sofern im laufenden Strafverfahren keine neuen Beweise auftauchen. Weitere Maßnahmen werden die Behörden nur ergreifen, wenn konkrete Ablagerungsstellen identifiziert werden. Bis dahin liegt der Fokus auf der Vermeidung potenzieller Risiken für das Grundwasser.






