31 May 2026, 06:29

Tim Raues brutale Jugend: Vom Gang-Mitglied zum reflektierten Zeitzeugen

Promi-Koch Raue: Mein ganzer K├Ârper schreit: Lauf, Lauf, Lauf!

Tim Raues brutale Jugend: Vom Gang-Mitglied zum reflektierten Zeitzeugen

Tim Raue gehörte einst zu den „36 Boys“, einer berüchtigten Straßengang in Berlin-Kreuzberg. Zwischen seinem 14. und 16. Lebensjahr suchte er in ihrer gewalttätigen Welt nach Anerkennung und Zugehörigkeit. Seine Erlebnisse – von brutalen Aufnahmeritualen bis zu Auseinandersetzungen mit verfeindeten Gruppen – hat der Journalist Paul Christoph Gäbler nun in einem neuen Buch dokumentiert.

Raue schloss sich der Bande auf der Suche nach Halt an. Die Aufnahme war hart: Er musste sich drei Minuten lang gegen zwei Mitglieder behaupten. Die volle Zeit hielt er nicht durch, doch eine Narbe im Gesicht, die er sich dabei zuzog, trägt er heute mit Stolz.

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Schlägereien mit rivalisierenden Gangs gehörten in den Kreuzberger Straßen zum Alltag. Oft in Unterzahl, zwang sich Raue dennoch, standzuhalten. Er gibt zu, dass er manchmal fliehen wollte – doch er wusste: Ein Rückzug hätte den Verlust jeglichen Respekts bedeutet.

Jahrzehnte später distanziert sich Raue von der Gewalt, doch er erkennt die Denkweise an, die ihn einst antrieb. Seine Geschichte und die anderer Gang-Mitglieder fließen nun in Gäblers Buch ein und bieten einen schonungslosen Einblick in die Berliner Straßenkultur der 1980er-Jahre.

Das Buch beleuchtet eine turbulente Phase von Raues Jugend, geprägt vom Kampf um Akzeptanz und Überleben. Seine Narben und Erinnerungen sind geblieben, doch seine Perspektive hat sich gewandelt. Der Bericht gewährt einen seltenen Blick auf die Realität des Gang-Lebens im geteilten Berlin.

Quelle