Umfrage zeigt tiefe Gräben in Deutschland bei Arbeit, Wohlstand und Migration
Abdul FechnerUmfrage zeigt tiefe Gräben in Deutschland bei Arbeit, Wohlstand und Migration
Eine neue Umfrage offenbart tiefe Gräben in Deutschland bei den Themen Arbeit, Wohlstand und Sozialleistungen für Migrantinnen und Migranten. Die Ergebnisse zeigen deutliche Meinungen zu Gerechtigkeit, Einkommen und sozialen Leistungen – mit klaren Unterschieden zwischen den Anhängern verschiedener Parteien und Regionen.
Laut der Erhebung lehnen 63 Prozent der Deutschen die Vorstellung ab, dass die Menschen härter arbeiten müssten, um den Wohlstand des Landes zu erhalten. Gleichzeitig sind 42 Prozent der Ansicht, dass höhere Leistungen auch mit höherem Lohn belohnt werden sollten. Eine noch größere Mehrheit von 81 Prozent empfindet die Vermögensverteilung in Deutschland als ungerecht.
Beim Thema Migration sind 66 Prozent der Befragten der Meinung, dass Migrantinnen und Migranten Sozialleistungen erst nach einer längeren Arbeitszeit in Deutschland erhalten sollten. Die Zustimmung zu dieser Forderung variiert jedoch je nach Partei: 91 Prozent der AfD-Anhänger stimmen zu, ebenso 79 Prozent der Wähler von CDU/CSU und 63 Prozent der SPD-Sympathisanten. Dagegen lehnen 55 Prozent der Wähler der Linken diese Bedingung ab.
Auch regionale Unterschiede sind deutlich: In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unterstützen 76 Prozent die Forderung, Sozialleistungen für Migranten an eine vorherige Beschäftigung zu knüpfen. Darüber hinaus wünschen sich 86 Prozent der Deutschen, dass Beamte, Selbstständige und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden.
Die Umfrage unterstreicht die weit verbreiteten Bedenken hinsichtlich der Gerechtigkeit bei Vermögen und Sozialleistungen. Zwar befürworten die meisten Deutschen strengere Regeln für den Bezug von Sozialleistungen durch Migranten, doch die Meinungen gehen hier deutlich nach politischen und regionalen Lagern auseinander. Gleichzeitig zeigt sich eine breite Unterstützung dafür, die Rentenbeitragspflicht auf öffentliche Bedienstete und Politiker auszuweiten.






