05 June 2026, 12:00

Wanderungsbewegung: Wie Ostdeutsche Siegen-Wittgenstein prägten – und warum sie jetzt gehen

Ständige Zuwanderung aus Ostdeutschland

Wanderungsbewegung: Wie Ostdeutsche Siegen-Wittgenstein prägten – und warum sie jetzt gehen

Seit der Wiedervereinigung haben mehr als 12.700 Menschen aus Ostdeutschland ihren Wohnsitz in den Kreis Siegen-Wittgenstein verlegt. Den größten Zuzug gab es 1991, als fast 1.200 Personen innerhalb eines einzigen Jahres in die Region zogen. Seither haben sich die Migrationsströme deutlich verändert – aktuell überwiegen die Fortzüge gegenüber den Zuzügen.

Den Höhepunkt der Wanderungsbewegung markierte das Jahr 1991, kurz nach der Wiedervereinigung, als 1.196 Menschen aus den neuen Bundesländern ankamen. In den folgenden Jahrzehnten pendelten sich die Zahlen ein: Seit 2010 liegen die jährlichen Neuzuzüge stabil zwischen 200 und 300 Personen. Gleichzeitig zeigen die Daten, dass im selben Zeitraum rund 9.200 Einwohner Siegen-Wittgenstein verließen, um in die ostdeutschen Bundesländer zu ziehen.

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Die meisten Zugewanderten stammten aus Sachsen-Anhalt, während aus Mecklenburg-Vorpommern die wenigsten kamen. In den vergangenen Jahren hat sich das Verhältnis jedoch umgekehrt: Seit 2020 sind mehr Menschen in die neuen Bundesländer abgewandert, als aus diesen in die Region gezogen sind.

Der Migrationsaustausch zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland hat im Laufe der Zeit deutliche Verschiebungen erfahren. Während die frühen 1990er-Jahre von einem starken Zuzug geprägt waren, zeigt sich in den letzten Jahren ein gegenläufiger Trend. Die offiziellen Zahlen belegen nun einen kontinuierlichen Abwanderungsüberschuss, der die Zahl der Neuankömmlinge übersteigt.

Quelle