17 June 2026, 22:30

Wie Buchhändler:innen mit Social Media die Leselust neu entfachen

Augen auf und durch - Warum es besser ist, es zu versuchen, als stillzustehen

Wie Buchhändler:innen mit Social Media die Leselust neu entfachen

Die Buchbranche entdeckt neue Wege, um Leserinnen und Leser zu erreichen. Immer mehr Buchhändler:innen und Verlagsmitarbeiter:innen nutzen Online-Plattformen, um ihr Publikum zu begeistern. Mit kreativen Ansätzen verändern sie, wie Menschen Bücher entdecken und über sie diskutieren.

Nicolas Greno von der Buchhandlung Greno teilt jeden Samstagmorgen Videos über die Reichsstraße in Donauwörth. Maria Christina Piwowarski, ehemaliges Teammitglied der Buchhandlung Ocelot, veranstaltet unterdessen digitale „Sprechstunden“ zu literarischen Themen. Beide Formate bringen Buchgespräche direkt auf die Bildschirme der Leser:innen.

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Mona Lang, heute Programmdirektorin bei Kiepenheuer & Witsch, leitet einen Instagram-Buchclub mit fast 25.000 Followern. In der Markus-Buchhandlung in Gütersloh stellen Mitarbeiter:innen jeden Freitag ihre Wochenend-Leseempfehlungen vor. Diese Initiativen sprechen gezielt die sogenannte „Generation Daheim“ an – und begegnen ihr in vertrauten digitalen Räumen.

Die Referentin wies auch auf Veränderungen im Verlagswesen hin. So habe sie gehört, dass farbige Bildbeilagen die Verkaufszahlen von Büchern nicht steigern. Zudem verkauften sich Taschenbücher schlechter, wenn sie in den Auslagen der Buchhandlungen platziert würden. Trotz solcher Beobachtungen begrüßt sie die frischen Projekte, die in der Branche entstehen.

Die digitale Vernetzung erweitert die Möglichkeiten, wie Bücher ihr Publikum finden. Von Social-Media-Clubs bis zu Video-Updates: Neue Formate verbinden Leser:innen mit Literatur. Diese Entwicklungen spiegeln eine wachsende Vorliebe für digitale Interaktion in der Buchwelt wider.

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