14 March 2026, 18:37

Willich-Nord: Eltern kämpfen gegen Kita-Schließungen trotz steigendem Betreuungsbedarf

Ein Einkaufszentrum-Innenraum mit Menschen, die Taschen tragen, Rolltreppen, Texttafeln, Pflanzen, Deckenbeleuchtung und Geschäftsschildern, mit einem Wasserzeichen, das die jüngste Wiedereröffnung nach der Coronavirus-Pandemie anzeigt.

Willich-Nord: Eltern kämpfen gegen Kita-Schließungen trotz steigendem Betreuungsbedarf

Familien in Willich-Nord sorgen sich um schrumpfende Betreuungsangebote

In Willich-Nord wächst die Unzufriedenheit unter Eltern angesichts rückläufiger Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Mehrere örtliche Kitas stehen in den kommenden Jahren vor der Schließung oder Verlegung – ein Schritt, der viele Familien vor Herausforderungen stellt. Die städtischen Pläne, die am 24. März 2026 beraten werden sollen, sehen vor, trotz anhaltender Nachfrage mehrere Einrichtungen schrittweise abzubauen.

Die Stadtverwaltung hat zentrale Änderungen im Willicher Betreuungsnetz bestätigt: Das DRK-Brückenprojekt Schatzkiste wird bis zum 31. Juli 2026 geschlossen. Die vom AWO betriebene Einrichtung Blaues Haus in Schiefbahn erhält zwar eine verlängerte Förderung bis zum 31. Juli 2027, doch auch hier bleibt eine spätere Schließung im Raum. Die Kita St. Irmgardis wird zum Ende des Kitajahres 2026/2027 dichtmachen; das Gelände ist für den Umzug der Villa Kunterbunt im Jahr 2027/2028 vorgesehen.

Die Pläne für einen Neubau der Kita Alperhof wurden aus Kostengründen verworfen. Stattdessen soll das bestehende Gebäude abgerissen und der Betrieb in das generationenübergreifende Projekt Reinershof verlegt werden, wo eine Einrichtung mit vier Gruppen entstehen soll. Die Villa Kunterbunt hingegen erweitert ihr Angebot und wird künftig Ganztagsbetreuung inklusive Mittagsverpflegung anbieten, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden.

Trotz früherer Engpässe bei Personal und Plätzen deuten Prognosen bis 2029 auf einen Überschuss von 440 Betreuungsplätzen hin. Dieser Wandel ist auf sinkende Geburtenraten und veränderte Nachfrage zurückzuführen. Dennoch fühlen sich viele Eltern durch die aktuellen Schließungen im Stich gelassen.

Die endgültige Entscheidung über das Schicksal mehrerer Kitas fällt in der Ratssitzung am 24. März 2026. Zwar sagen langfristige Berechnungen eine Überkapazität voraus, doch die unmittelbare Verknappung der Plätze verstärkt die Sorgen der Familien. Die Stadt begründet die Maßnahmen mit Haushaltszwängen und demografischen Entwicklungen.

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