01 May 2026, 08:40

Willich plant Kita-Gebührenerhöhung – Eltern protestieren gegen Kürzung der Geschwisterrabatte

Schwarzes und weißes Plakat mit der Aufschrift "Jeder zahlt, aber wenige profitieren von Kinderarbeit" mit einer Gruppe von Menschen.

Willich plant Kita-Gebührenerhöhung – Eltern protestieren gegen Kürzung der Geschwisterrabatte

Eltern in Willich protestieren gegen Pläne, die Kita-Gebühren zu erhöhen und Geschwisterrabatte zu kürzen. Die Stadt prüft derzeit ihre Elternbeitragsregelungen, um die finanzielle Belastung der Familien zu verringern. Seitens der Verwaltung wird betont, dass noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen wurden.

Die Debatte begann, nachdem der Haupt- und Finanzausschuss die Verwaltung aufgefordert hatte, die Beitragsregeln für die Kinderbetreuung bis zum 28. April zu überarbeiten. Die Stadt strebt an, durch die Streichung von Geschwisterermäßigungen 500.000 Euro einzunehmen und weitere 100.000 Euro, indem Gebührenerhöhungen auf drei Prozent begrenzt werden.

Bürgermeister Christian Pakusch präzisierte, dass es in den Vorschlägen vor allem um Anpassungen bei den Geschwisterbeiträgen und der Gebührenanpassung gehe, nicht aber um die vollständige Abschaffung der Rabatte. Dennoch bleiben Eltern besorgt – der Jugendhilfeausschuss der Elternvertretung (JAEB) lehnt zusätzliche Geschwistergebühren oder höhere Beiträge ab.

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In Nachbarstädten wie Nettetal und Kempen werden für zweite Kinder bereits in allen Betreuungssystemen 50 Prozent der Gebühren erhoben. Die SPD-Fraktion argumentiert, der Haushaltsausgleich dürfe nicht auf dem Rücken der Familien ausgetragen werden.

Die Pläne der Verwaltung müssen noch von den gewählten Vertretern genehmigt werden. Bisher wurden keine Änderungen beschlossen, die Diskussionen laufen weiter. Sollten die neuen Regelungen verabschiedet werden, würden sie der angespannten Haushaltslage Willichs zusätzliche Einnahmen bescheren. Die Stadt würde sich damit anderen Kommunen in der Region anschließen, die bereits höhere Geschwistergebühren erheben. Eltern und politische Gruppen wehren sich weiterhin gegen die geplanten Änderungen.

Quelle