Wohnungsnot in NRW: Tausende Studierende ohne Bleibe vor Semesterstart
Abdul FechnerWohnungsnot in NRW: Tausende Studierende ohne Bleibe vor Semesterstart
Tausende Studierende in Nordrhein-Westfalen (NRW) kämpfen darum, vor Beginn des Wintersemesters eine Unterkunft zu finden. Da Plätze in Studentenwohnheimen knapp sind, sehen sich viele mit langen Wartelisten oder hohen Mieten auf dem freien Wohnungsmarkt konfrontiert.
Besonders prekär ist die Situation in Aachen und Jülich, wo rund 11.000 Studierende auf einen Platz in einem Wohnheim warten. In Siegen suchen weitere 700 verzweifelt nach einer Bleibe. Auch in Köln, Münster und Bonn harren zwischen 2.500 und 3.000 Studierende in derselben misslichen Lage aus.
Die Studierendenwerke in NRW warnen, dass der Wohnheimbau mit der Nachfrage nicht Schritt hält. Zwar sind die Heimplätze deutlich günstiger als private Mietwohnungen, doch das Angebot ist begrenzt. Die Mieten variieren stark – von über 200 Euro in Bielefeld bis zu 340 Euro (inklusive Nebenkosten) in Köln. In Bielefeld müssen Studierende mittlerweile bis zu vier Semester auf einen Wohnheimplatz warten.
Ein möglicher Ausweg in Bonn-Auerberg sieht die Umnutzung eines alten Parkdecks zu Studentenwohnungen vor. Zwar gibt es konkrete Pläne, doch das Projekt stockt, da die Baugenehmigung noch aussteht.
Die Wohnungsnot lässt viele Studierende im Ungewissen, wo sie zu Vorlesungsbeginn unterkommen werden. Ohne weiteren Wohnheimneubau dürften sich die langen Wartezeiten und hohen Mieten in den Universitätsstädten NRWs weiter verschärfen.






